Betrug mit mütterlichem Familienkapital: 9 Millionen Rubel veruntreut
Sebastian VoigtBetrug mit mütterlichem Familienkapital: 9 Millionen Rubel veruntreut
Ein 50-jähriger Mann aus Omsk muss sich wegen des Verdachts auf Diebstahl von über 9 Millionen Rubel vor Gericht verantworten. Der Beschuldigte soll Gelder veruntreut haben, die im Rahmen des russischen Programms für mütterliches Familienkapital an Familien ausgezahlt werden sollten.
Laut Ermittlungen gab sich der Mann als Vermittler für Immobilientransaktionen aus. Er kontaktierte gezielt Familien, die Anspruch auf die staatlichen Leistungen hatten, und bot ihnen an, beim Kauf von Häusern oder Wohnungen zu helfen. Im Rahmen dieser Geschäfte trieb er die Preise künstlich in die Höhe, um sich auf diese Weise zusätzliche Gelder anzueignen.
Die Staatsanwaltschaft Omsk hat die Ermittlungen inzwischen abgeschlossen. Der Fall wurde an das Bezirksgericht Kirovski zur Verhandlung überwiesen. Im Zuge der Schadenswiedergutmachung haben die Behörden bereits Vermögenswerte im Wert von 4,75 Millionen Rubel beschlagnahmt.
Im Prozess muss nun geklärt werden, ob der Angeklagte der Veruntreuung für schuldig befunden wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm Strafen wegen der zweckentfremdeten Verwendung staatlicher Mittel, die eigentlich bedürftigen Familien zugutekommen sollten. Die beschlagnahmten Gelder sollen zur Entschädigung der Opfer des Betrugs verwendet werden.






