17 June 2026, 16:53

Algen als Textil-Revolution: Wie Algacore die Modeindustrie nachhaltig verändert

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Kleidung aus Algen in der Zukunft?

Algen als Textil-Revolution: Wie Algacore die Modeindustrie nachhaltig verändert

Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, geraten synthetische Materialien zunehmend in die Kritik. Das neue Projekt Algacore geht diese Herausforderung an, indem es innovative Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt – umweltfreundlich und gleichzeitig für die industrielle Nutzung geeignet.

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Unter der Leitung von Leon Blanckart konzentriert sich Algacore auf Süßwasseralgen als neuartige Faserquelle. Diese Alternative soll Baumwolle und synthetische Fasern ersetzen, die mit erheblichen Umweltproblemen verbunden sind. Der Anbau von Baumwolle verbraucht große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen basieren und Mikroplastik freisetzen können.

Zum Team gehören Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie das HNX-Startup-Team. Erst kürzlich wurde das Vorhaben AlgaTex abgeschlossen, das fadenförmige Grünalgen als mögliche Faser der Zukunft untersuchte. Nun wird Algacore diese Forschung ausbauen und in den kommenden Monaten die Gründung eines Start-ups vorbereiten.

Das Projekt erhält eine Förderung von rund 968.000 Euro über das EXIST-Forschungstransfer-Programm, das vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen unterstützt. Die Laufzeit beträgt 18 Monate.

Die Arbeit von Algacore könnte eine nachhaltige Grundlage für die Textilproduktion schaffen. Durch den Einsatz von Grünalgen als Rohstoff soll die Abhängigkeit von ressourcenintensiver Baumwolle und umweltschädlichen Synthetikfasern verringert werden. Die Förderung und die Forschungserfolge markieren einen wichtigen Schritt hin zur industriellen Marktreife algenbasierter Fasern.

Quelle