Aktionäre rebellieren gegen Millionengehälter bei Pearson und WPP
Zwei britische Großkonzerne sehen sich mit massiver Kritik von Aktionären wegen überhöhtter Managergehälter konfrontiert. Bei Pearson und WPP stoßen die geplanten Vergütungspakete für die Vorstandsvorsitzenden auf erhebliche Vorbehalte. Auch Beratungsfirmen haben sich eingeschaltet und einige Prämien als überzogen bezeichnet.
Der CEO von Pearson, Omar Abbosh, könnte ein Gehaltspaket in Höhe von fast 13 Millionen Pfund erhalten – ein Anstieg von 45 Prozent im Vergleich zum möglichen Höchstwert des Vorjahres. Bei der jüngsten Hauptversammlung stimmten 24,4 Prozent der Aktionäre gegen die Vereinbarung.
Die Beratungsunternehmen Glass Lewis und ISS kritisierten Abboshs Vergütung als „übermäßig“. Ihre Empfehlungen haben oft erheblichen Einfluss auf die Entscheidungen der Anleger.
Auch Cindy Rose, die neue Chefin des Werbekonzerns WPP, steht vor ähnlichem Widerstand. Ihr vorgeschlagenes Gehaltspaket könnte sich auf bis zu 11 Millionen Pfund pro Jahr belaufen. Über die Vorlage wird auf der anstehenden Hauptversammlung abgestimmt – ISS und Glass Lewis raten zur Ablehnung.
Die angespannte finanzielle Lage von WPP verschärft die Situation zusätzlich. Die Aktie des Unternehmens hat in diesem Jahr bereits 20 Prozent an Wert verloren, was für die Anleger erhebliche Verluste bedeutet.
Sowohl Pearson als auch WPP geraten zunehmend unter Druck – sowohl von Seiten der Aktionäre als auch der Beratungsfirmen. Die Abstimmungen über die Managergehälter werden zeigen, ob die geplanten Pakete durchkommen. Die Ergebnisse könnten zudem ein Stimmungsbarometer für die allgemeine Haltung der Investoren zu Unternehmensvergütungen sein.






