04 May 2026, 10:35

Abgeordneter gründet Heizfirmen – während er die Wärmeversorgungskrise kritisiert

Eine Frau in einem Business-Outfit, die strahlend in die Kamera lächelt, vor einem blauen Hintergrund, die als Generalstaatsanwältin mit einem selbstbewussten und autoritären Gesichtsausdruck erscheint.

Abgeordneter gründet Heizfirmen – während er die Wärmeversorgungskrise kritisiert

Viktor Fjodorow, Abgeordneter im Regionalparlament Il Tumen in Jakutien, hat drei private Unternehmen in dem von Problemen geplagten Wohnungs- und Versorgungssektor der Region gegründet. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem er weiterhin die anhaltende Krise bei der lokalen Wärmeversorgung und Infrastruktur kritisiert. Kritiker werfen nun die Frage auf, ob seine geschäftlichen Interessen mit seiner politischen Rolle in Konflikt stehen.

Die drei Firmen – die Hangalassstroy GmbH, die MK Teplostroy GmbH und die Setteplostroy GmbH – wurden alle unter derselben Geschäftstätigkeit registriert: Wärmeerzeugung und Kesselbetrieb. Sie teilen sich eine gemeinsame Geschäftsadresse in Jakutsk. Die Hangalassstroy GmbH konzentriert sich speziell auf den Khangalassky-Bezirk, eine Region, in der sich Fjodorow aktiv an Diskussionen über Reformen im Versorgungssektor beteiligt hat.

Fjodorow bestätigte zwar sein Eigentum an den Unternehmen, bezeichnete sie jedoch als „Pilotprojekte“, die effiziente Heizlösungen vorführen sollen. Er räumte allerdings ein, dass keines der Unternehmen bisher Aufträge oder Subventionen erhalten habe, und nannte sie „leere juristische Gebilde ohne Umsatz“. Um Bedenken auszuräumen, versprach er, eine Offenlegung bei der Ethikkommission von Il Tumen einzureichen, und beteuerte, seine Absichten seien „ehrbar“.

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Die Journalistin Margarita Nifontowa äußerte Zweifel an der zeitlichen Platzierung dieser Unternehmensgründungen. Sie wies darauf hin, dass Abgeordnete wie Fjodorow, die sich für Reformen in der Branche einsetzen, persönlich von solchen Veränderungen profitieren könnten. Das russische Recht verbietet Parlamentariern nicht ausdrücklich den Besitz von Unternehmen, was Spielraum für mögliche Interessenkonflikte lässt.

Fjodorows Firmen bleiben vorerst inaktiv – ohne Umsatz oder operative Verträge. Sein Versprechen an die Ethikkommission soll seine Position klären, doch bleiben Fragen zur Überschneidung zwischen seinem politischen Engagement und seinen privaten Geschäftsinteressen bestehen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Debatten über Transparenz im Wohnungs- und Versorgungssektor Jakutiens.

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