67-Jährige in Artyom wegen mutmaßlichen Drogenhandels in U-Haft
Charlotte Richter67-Jährige in Artyom wegen mutmaßlichen Drogenhandels in U-Haft
In der Stadt Artyom ist eine 67-jährige Frau unter dem Verdacht des Drogenhandels festgenommen worden. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei eine große Menge Betäubungsmittel, die in ihrer Wohnung versteckt waren. Die Beschuldigte muss sich nun offiziell vor Gericht verantworten und sitzt bis zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft.
Beamte nahmen die Frau fest, nachdem sie 29 in Papier eingewickelte Drogenpakete in einem Kissenbezug unter ihrem Kopfkissen gefunden hatten. Die beschlagnahmte Substanz wog über 30 Gramm und gilt damit nach russischem Recht als große Menge. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau die Betäubungsmittel für den späteren Verkauf aufbewahrt hatte.
Gegen die Beschuldigte wurde ein Strafverfahren nach Teil 3, Artikel 30 in Verbindung mit Buchstabe "g", Teil 4, Artikel 228.1 des russischen Strafgesetzbuchs eingeleitet. Dieser Paragraf umfasst den Versuch des großangelegten illegalen Drogenhandels. Das Gericht ordnete an, dass die Frau bis zum Abschluss des Verfahrens in Haft bleibt.
Die Festnahme erfolgt vor dem Hintergrund eines allgemeinen Rückgangs drogenbezogener Straftaten in der Region. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der registrierten Drogenkonsumenten um fast 21 Prozent gesunken – von 11.039 auf 8.745. Auch die Anzahl der Menschen mit diagnostizierter Drogenabhängigkeit verringerte sich von 6.533 im Jahr 2020 auf 5.794.
Die Frau bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihr schwere Strafen nach den russischen Drogengesetzen. Der Fall steht im Kontext eines regionalen Trends sinkender Drogenkonsum- und Abhängigkeitszahlen in den letzten Jahren.






