1,776-Milliarden-Fonds blockiert: Justiz stoppt Trumps umstrittene Entschädigungspläne
Finn Wolf1,776-Milliarden-Fonds blockiert: Justiz stoppt Trumps umstrittene Entschädigungspläne
Ein Bundesrichter hat das Justizministerium vorläufig daran gehindert, einen neuen Fonds in Höhe von 1,776 Milliarden US-Dollar umzusetzen. Der vom Kongress geschaffene Fonds soll Personen entschädigen, die behaupten, von der Regierung unter Präsident Biden unrechtmäßig ins Visier genommen worden zu sein. Kritiker werfen dem Programm jedoch vor, es handele sich um eine politisch motivierte Vergleichslösung im Zusammenhang mit den juristischen Auseinandersetzungen des früheren Präsidenten Donald Trump.
Der Streit eskaliert, während Tina Peters, eine ehemalige Bezirkswahlleiterin aus Colorado, die wegen Wahlmanipulation verurteilt wurde, in dieser Woche vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden soll. Ihre Haftstrafe war von Gouverneur Jared Polis verkürzt worden.
Der Fonds wurde im Rahmen eines Vergleichs in Trumps Zivilklage gegen das Finanzamt (IRS) eingerichtet und sollte Vorwürfe politischer Voreingenommenheit ausräumen. Die Verteilung der Gelder sollte vom Justizministerium überwacht werden. Nun hat jedoch eine Gruppe von Klägern die Rechtmäßigkeit des Fonds angefochten und ihn als „kollusives Abkommen“ zwischen Trump und seiner Regierung bezeichnet.
Ein aktueller richterlicher Beschluss hat die Auszahlungen vorläufig gestoppt, während die rechtliche Überprüfung läuft. Unterdessen deutete Vizepräsident JD Vance an, Peters – eine bekannte Figur in Debatten über Wahlintegrität – könnte Anspruch auf Entschädigung haben. Ihr Fall hatte Aufmerksamkeit erregt, nachdem sie 2024 wegen Manipulation von Wahlgeräten zu neun Jahren Haft verurteilt worden war.
Peters’ Anwälte haben inzwischen Berufung beim Obersten Gerichtshof von Colorado eingelegt. Ihre für Montag geplante Freilassung folgt auf die Entscheidung von Gouverneur Polis, ihre Strafe zu mildern. Die republikanische Kongressabgeordnete Lauren Boebert hatte sich zuvor für Peters’ Freilassung eingesetzt, lehnt nun aber Vances Vorschlag ab, sie in den Fonds aufzunehmen.
Boebert argumentiert, Peters dürfe kein Steuergeld erhalten, was die Spaltungen innerhalb der Republikanischen Partei über Zweck und Begünstigte des Fonds offenlegt.
Der Rechtsstreit um den Fonds bleibt ungelöst – seine Zukunft liegt nun in den Händen der Gerichte. Peters’ bevorstehende Entlassung fügt der Debatte eine weitere Ebene hinzu, da ihre Anspruchsberechtigung weiterhin umstritten ist. Das Ergebnis wird entscheiden, ob der Fonds wie geplant umgesetzt wird – und wer letztlich von ihm profitiert.






