Zwei Richter in Nischni Nowgorod wegen Vermögenslücken zurückgetreten
Charlotte RichterZwei Richter in Nischni Nowgorod wegen Vermögenslücken zurückgetreten
Zwei Richter in der Region Nischni Nowgorod sind nach Unregelmäßigkeiten in ihren Vermögensangaben von ihren Posten zurückgetreten. Wjatscheslaw Sapega und Viktor Fomin, Vorsitzender des Verwaltungsgerichtspanels, legten ihre Ämter nieder, nachdem Diskrepanzen zwischen ihren deklarierten Vermögenswerten und ihren offiziellen Einkünften aufgedeckt worden waren. Das regionale Richterqualifikationskollegium bestätigte die Entscheidung.
Das Richterqualifikationskollegium hatte Unstimmigkeiten in den Vermögensdeklarationen beider Richter festgestellt. Dies führte zu ihrem sofortigen Rücktritt. Zuvor waren beide für eine Beförderung im Gespräch gewesen, doch Fomins Kandidatur wurde abgelehnt, während Sapega seine Bewerbung selbst zurückzog.
Der Region wurde zudem Sapegas Ehrenpensionsstatus aberkannt. Diese Maßnahme erfolgte nach Feststellungen von Gesetzesverstößen sowie seiner Beteiligung an Tätigkeiten, die mit dem Richteramt unvereinbar sind. Sobald das Urteil vollständig in Kraft tritt, verliert er die rechtlichen Privilegien, die pensionierten Richtern gewährt werden – darunter auch die persönliche Immunität.
Gegen die Entscheidung kann im Rahmen des üblichen Rechtswegs Berufung eingelegt werden. Beide Richter haben ihre Positionen verlassen, und Sapega wird seine Ehrenpensionsansprüche verlieren. Der Fall unterstreicht die Durchsetzung von finanzieller Transparenz und ethischen Standards unter Justizbeamten.






