Zwei Legenden der deutschen Medienwelt sind gestorben – ein Abschied mit Kontrast

Admin User
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Eine Gruppe von Menschen sitzt in Reihen von Stühlen, mit einem Tisch vor der ersten Reihe, der einen Krug, Papiere und einen Stift enthält; eine Person in der Mitte spricht in ein Mikrofon, mit einer weißen und blauen Flagge und einem Hintergrund, auf dem 'ehrenwerte kamara de' steht.

Zwei Legenden der deutschen Medienwelt sind gestorben – ein Abschied mit Kontrast

In den vergangenen Wochen sind zwei prägende Persönlichkeiten der deutschen Medien- und Kulturszene verstorben. Franz Josef Wagner, der langjährige Bild-Kolumnist, der als "Bild-Dichter" bekannt war, starb am 7. Oktober im Alter von 82 Jahren. Nur wenige Tage zuvor verstarb Alfred Hilsberg, eine Schlüsselfigur der Hamburger Underground-Szene, mit 77 Jahren. Beide Männer hinterlassen ein bleibendes Erbe – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.

Franz Josef Wagner begann seine Laufbahn 1966 bei Axel Springer, zunächst als Ghostwriter für prominente Auftraggeber. Später wechselte er zur Kolumnenschreibung – ein Kompromiss, der es ihm ermöglichte, seine rechtskonservativen und reaktionären Ansichten zu äußern, ohne das Unternehmen zu verlassen. Mit der Zeit wurde er zu einem der bekanntesten Namen der Bild und erhielt den Spitznamen "Bild-Dichter".

Wagners Karriere umfasste mehr als 50 Jahre, und seine Kolumnen blieben bis zu seinen letzten Tagen ein fester Bestandteil der Bild. Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die konservative Leserschaft des Boulevardblatts. Hilsberg hingegen hinterlässt ein anderes Vermächtnis – eines, das in Rebellion und underground-kreativem Schaffen verwurzelt ist.