Zwei Drittel der Studiengänge nehmen ab 2026 alle Bewerber ohne NC auf
Sebastian VoigtZwei Drittel der Studiengänge nehmen ab 2026 alle Bewerber ohne NC auf
Bis zum Wintersemester 2026/27 werden mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen alle Bewerberinnen und Bewerber aufnehmen. Dies stellt eine deutliche Veränderung gegenüber den Vorjahren dar, da die Zulassungsbeschränkungen bundesweit kontinuierlich abnehmen.
Noch vor einem Jahrzehnt hatten fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge Zugangsvoraussetzungen. Heute sind nur noch 31,6 Prozent der Studienangebote zulassungsbeschränkt – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Studierende können sich mittlerweile in sieben von zehn grundständigen Studiengängen ohne Notenhürden einschreiben.
Regionale Unterschiede bleiben jedoch bestehen. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studiengängen. Demgegenüber bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz die besten Chancen für Studieninteressierte: Hier ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Zugangsbarrieren belegt.
Hamburg verzeichnet einen besonders starken Rückgang bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen. Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil von 62,4 auf 37,6 Prozent.
Der Trend deutet auf einen breiteren Zugang zu höherer Bildung in ganz Deutschland hin. Im kommenden akademischen Jahr werden noch mehr Studiengänge für alle Bewerberinnen und Bewerber offenstehen. Diese Entwicklung spiegelt eine generelle Abkehr von strengen Zulassungskriterien im Hochschulbereich wider.






