Zoos kämpfen mit Energiekosten – doch manche setzen auf grüne Lösungen
Julian HartmannZoos kämpfen mit Energiekosten – doch manche setzen auf grüne Lösungen
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks stark zu
Einige Einrichtungen haben bereits Tiere abgegeben, um Kosten zu sparen – andere setzen auf Anpassung. Der Braunschweiger Zoo und benachbarte Artenschutzzentren investieren in erneuerbare Energien, um die finanzielle Belastung zu mildern.
Der Braunschweiger Zoo plant trotz höherer Rechnungen weder eine Verringerung seines Tierbestands noch die Abgabe von Tieren. Stattdessen baut er seine Kapazitäten für grüne Energie aus. Bereits jetzt betreibt der Zoo eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie kleinere Solaranlagen. Nun kommen weitere 12 kW Solarleistung hinzu, ergänzt um eine 10-kW-Batteriespeichereinheit.
Darüber hinaus nutzt der Zoo ein Mix aus Heizmethoden, darunter ein Blockheizkraftwerk und eine Holzvergasungsanlage. Das nahegelegene Artenschutzzentrum Grasleben hat ebenfalls Photovoltaikmodule installiert, um die Kosten für wärmeliebende Tierarten zu decken.
Anderswo fallen die Energieausgaben unterschiedlich aus: Im Wildpark Stöckheim machen Strom und Heizung etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. Der Wildpark Essehof hat mit leicht höheren Kosten zu kämpfen – hier schlagen Energieposten mit 6 bis 8 Prozent des Budgets zu Buche. Dank einer Biomasseheizung ist der Park jedoch weitgehend autark.
Während einige Zoos bereits Tiere abgegeben haben, um zu sparen, setzen der Braunschweiger Zoo und ähnliche Einrichtungen auf nachhaltige Lösungen. Der Ausbau von Solarenergie, Batteriespeichern und alternativen Heizsystemen hilft ihnen, die Kosten im Griff zu behalten, ohne bei der Tierpflege spürbar kürzen zu müssen. Der Umstieg auf Erneuerbare soll langfristig Stabilität sichern – trotz schwankender Energiepreise.






