12 June 2026, 16:25

Zemmour und Politiker wegen angeblicher Verleumdung freigesprochen – Streit um Schulreise eskaliert

Schulausflug ins Flüchtlingslager endet vor Gericht - Zemmour siegt

Zemmour und Politiker wegen angeblicher Verleumdung freigesprochen – Streit um Schulreise eskaliert

Das Pariser Strafgericht hat Éric Zemmour und mehrere Politiker von dem Vorwurf der Verleumdung freigesprochen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Kritik an einer von einer Philosophie-Lehrerin organisierten Schulreise. Das Urteil markiert einen bedeutenden Moment in der anhaltenden Debatte über Bildung und Meinungsfreiheit.

2022 hatte die Philosophie-Lehrerin Sophie Djigo für ihre Schüler einer Vorbereitungsklasse eine Exkursion nach Calais organisiert, bei der sie sich mit einer pro-migrantischen Vereinigung trafen. Zemmour bezeichnete die Fahrt später als eine Form der „Indoktrination“ im Zusammenhang mit Migration.

Das Gericht prüfte, ob seine Äußerungen als Verleumdung zu werten seien. Neben Zemmour sahen sich auch Mitglieder der Parteien Reconquête und Rassemblement National ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Die Richter kamen schließlich zu dem Schluss, dass die Aussagen die rechtliche Schwelle für eine Verleumdung nicht erreichten.

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Die Entscheidung hat die Diskussionen über den Zweck schulischer Aktivitäten weiter angeheizt. Kritiker argumentieren, dass manche Exkursionen eher ideologische Standpunkte als akademische Ziele fördern könnten. Unterstützer Zemmours werten den Freispruch als Sieg gegen die Politisierung der Bildung.

Der Freispruch beseitigt die rechtliche Unsicherheit für Zemmour und seine Verbündeten. Gleichzeitig stärkt er die Argumente konservativer Gruppen, die sich für den Schutz politischer Meinungsäußerung einsetzen. Offengeblieben ist jedoch die grundsätzliche Frage, wie Schulen Bildung und vermeintliche Voreingenommenheit in Einklang bringen können.

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