Zehn Jahre Haft für Betrüger mit gefälschten Japan-Autos in Russland
Ein Gericht in Nachodka hat den Anführer einer kriminellen Vereinigung zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die Gruppe hatte Anwohner mit falschen Versprechungen getäuscht, ihnen Fahrzeuge aus Japan zu liefern. Durch den Betrug entstanden 18 Geschädigten Verluste in Höhe von über 17 Millionen Rubel.
Der Angeklagte hatte in Wladiwostok und Nachodka Büros eingerichtet, um Kunden zu werben. Die Masche bestand darin, Vorauszahlungen oder den vollen Kaufpreis für Fahrzeuge einzustreichen, die niemals geliefert wurden. Teilweise gaben die Betrüger Ersatzteile als komplette Autos aus oder verkauften Fahrzeuge mit gefälschten Fahrgestellnummern.
Der Rädelsführer erhielt eine zehnjährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe von 500.000 Rubel. Das Gericht hat den Opfern vollständig Schadensersatz zugesprochen. Die Staatsanwaltschaft leitet weiterhin Ermittlungsverfahren gegen weitere Mitglieder der Bande ein.
Ein weiterer Organisator eines ähnlichen Betrugsringes war zuvor im Region Primorje in Untersuchungshaft genommen worden. Das Urteil in diesem Fall ist noch nicht rechtskräftig und kann noch angefochten werden.
Die Gerichtsentscheidung trägt den finanziellen Schäden der Opfer Rechnung. Der Haupttäter muss mit einer langjährigen Haftstrafe und einer hohen Geldbuße rechnen. Die Staatsanwaltschaft geht weiterhin gegen weitere Beteiligte des Betrugsnetzwerks vor.
