Wolfsangriff in Thüringen reißt sechs Schafe – Schäfer fordern Konsequenzen
Sebastian VoigtWolfsangriff in Thüringen reißt sechs Schafe – Schäfer fordern Konsequenzen
Wolfsangriff bei Urnshausen in Thüringen verwüstet Schafherde
In der Nähe von Urnshausen in Thüringen hat ein Wolfsangriff die Herde eines Schäfers schwer getroffen. Am Sonntagmorgen entdeckte der Oberhirte Egon Specht sechs tote Mutterschafe und zwei weitere Tiere mit schweren Verletzungen. Der Vorfall hat die Forderungen nach strengeren Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen" in der Region neu entfacht.
Die Familie Specht meldete den Angriff an das Thüringer Umweltministerium, genauer an das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Beamte entnahmen Proben, um zu bestätigen, ob Wölfe die Verantwortlichen waren. Die Schäfer sind jedoch überzeugt, dass die Verletzungen für einen einzelnen Beutegreifer zu schwerwiegend seien – sie vermuten, dass mehrere Wölfe gemeinsam gehandelt haben.
Sechs Schafe litten unter tiefen Bisswunden und benötigten dringend tierärztliche Versorgung. Die finanziellen Folgen für die Familie sind beträchtlich, da jedes Tier Jahre der Zucht und Investitionen verkörpert. Über die unmittelbaren Verluste hinaus betonten die Schäfer ihre Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön durch traditionelle Beweidungspraktiken.
Der Angriff hat die Spannungen zwischen Nutztierhaltern und Naturschutzbehörden weiter verschärft. Landwirte fordern nun klarere rechtliche Maßnahmen, um wolfsbedingte Bedrohungen einzudämmen. Für die Familie Specht bedeutet der Vorfall nicht nur wirtschaftliche Not, sondern auch erneute Sorgen um die Sicherheit ihrer Herden.






