Albaniens Ex-Präsident Ilir Meta wegen Korruption vor Gericht
Albaniens ehemaliger Präsident Ilir Meta muss sich wegen Korruptionsvorwürfen, Geldwäsche und falscher Vermögensangaben vor Gericht verantworten. Der Fall ist Teil einer umfassenden Offensive gegen hochrangige Bestechung im Land – ein zentrales Hindernis auf dem Weg des Landes in die EU. Meta sitzt seit seiner Festnahme im Oktober 2024 in Untersuchungshaft und bestreitet sämtliche Anschuldigungen.
Meta, der zuvor als albanischer Ministerpräsident und Wirtschaftsminister amtierte, sieht sich Vorwürfen aus seiner Amtszeit gegenüber, insbesondere aus dem Jahr 2010. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sein Amt für persönliche Bereicherung missbraucht und Vermögenswerte nicht ordnungsgemäß deklariert zu haben. Er bezeichnete das Verfahren als "rein politisch motiviert" und beantragte eine live übertragene Verhandlung.
Die nächste Verhandlung ist für den 11. Mai angesetzt. Meta ist nicht der einzige prominente Politiker, gegen den ermittelt wird. Auch der frühere Ministerpräsident Sali Berisha und die ehemalige Vize-Regierungschefin Belinda Balluku stehen unter separaten Korruptionsverdacht. Die Fälle sind Teil einer Reihe laufender Untersuchungen, die sich gegen Vertreter des gesamten politischen Spektrums Albaniens richten.
Das Urteil im Prozess gegen Meta könnte weitreichende Folgen für Albaniens Anti-Korruptionsbemühungen haben. Fortschritte im Kampf gegen die Vetternwirtschaft bleiben eine entscheidende Voraussetzung für die EU-Beitrittsverhandlungen des Landes. Seine Inhaftierung und die breiten Ermittlungen deuten auf einen anhaltenden Druck hin, die systemische Korruption an höchster Stelle zu bekämpfen.






