WM 2026 in Sachsen-Anhalt: Warum es keine Fanmeilen oder Public Viewing gibt
Sebastian VoigtKeine Fanmeilen geplant für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Sachsen-Anhalt - WM 2026 in Sachsen-Anhalt: Warum es keine Fanmeilen oder Public Viewing gibt
Keine offiziellen Public-Viewing-Zonen oder Großveranstaltungen für die WM 2026 in Sachsens-Anhalts größten Städten geplant
Die vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragene Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird in den größten Städten Sachsen-Anhalts ohne offizielle Fanmeilen oder öffentliche Großleinwände stattfinden. Die späten Anpfiffzeiten stellen die Kommunen vor logistische Herausforderungen. Noch warten die Städte auf bundesweite Regelungen, bevor sie über mögliche Veranstaltungen entscheiden können.
In den zehn einwohnerstärksten Gemeinden des Landes gibt es bisher keine bestätigten Public-Viewing-Events. Städte wie Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Roßlau und Weißenfels haben nach eigenen Angaben keine offiziellen Anträge von Veranstaltern erhalten. In Magdeburg könnten zwar einige Gaststätten und Kneipen Spiele in Biergärten oder auf Terrassen zeigen – dafür sind jedoch keine Sondergenehmigungen nötig, und es gibt keine zentrale Erfassung.
Halle (Saale) hat große Leinwandveranstaltungen bereits ausgeschlossen, auch wenn ein Gastronom nach Lockerungen für Außenübertragungen gefragt habe. Wernigerode äußerte Bedenken wegen der späten Spielzeiten: Lärmvorschriften könnten Veranstaltungen auf dem Marktplatz oder am Nicolaiplatz erschweren. Die Lutherstadt Wittenberg plant zwar keine großen Public-Viewing-Aktionen, zeigt sich aber offen für künftige öffentliche Übertragungen – Hotels und Bars werden die Spiele voraussichtlich wie gewohnt zeigen.
Der Grund für die Verzögerung liegt in ausstehenden Bundesentscheidungen. Die Bundesregierung arbeitet zwar an einer vorübergehenden Lärmschutzverordnung, die Ausnahmen für nächtliche Veranstaltungen ermöglichen soll, doch die Genehmigungen stehen noch aus. Auch in Bayerns fünf größten Städten – München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt – gibt es bisher keine bewilligten Fanmeilen, was die bundesweite Unsicherheit widerspiegelt.
Bis auf Weiteres müssen sich die Einwohner Sachsen-Anhalts auf private Locations beschränken, um die WM zu verfolgen. Ohne bundesweite Vorgaben oder genehmigte Anträge sind keine offiziellen Veranstaltungen geplant. Späte Anpfiffe und Lärmauflagen bleiben Hürden für potenzielle Veranstalter.