Washingtons Millionärssteuer startet trotz Klagen – 9,9 % auf Spitzenverdiener
Charlotte RichterWashingtons Millionärssteuer startet trotz Klagen – 9,9 % auf Spitzenverdiener
Washingtons neues Einkommensteuergesetz ist trotz sofortiger juristischer Gegenwehr in Kraft getreten. Gouverneur Bob Ferguson unterzeichnete das Gesetz am selben Tag, an dem Kritiker ankündigten, es vor Gericht anzufechten. Die Regelung führt eine Steuer von 9,9 % auf Jahreseinkommen über eine Million Pfund ein und betrifft bis zu 30.000 Haushalte.
Das unter der Bezeichnung ESSB6346 bekannte Gesetz zielt auf Spitzenverdiener ab und erhebt eine Abgabe von 9,9 % auf Einkommen, die eine Million Pfund pro Jahr übersteigen. Behörden schätzen, dass dadurch jährlich rund 3,5 Milliarden Pfund eingenommen werden. Ein Teil der Mittel soll die öffentliche Verteidigung stärken, die Steuergutschrift für arbeitende Familien ausweiten und Steueranreize für kleine Unternehmen erhöhen.
Mit dem neuen Gesetz gehen weitere steuerliche Änderungen einher: Einige Hygieneartikel sind nun von der Umsatzsteuer befreit, während zuvor eingeführte Umsatzsteuern auf bestimmte Dienstleistungen wieder abgeschafft werden.
Der Widerstand formierte sich umgehend. Der ehemalige Generalstaatsanwalt Rob McKenna führt den Citizen Action Defense Fund an, der argumentiert, die Steuer verstoße gegen die Verfassung des Bundesstaates Washington, die Einkommen als Eigentum behandelt. Wirtschaftsverbände, darunter die Association of Washington Business, warnen, dass fast die Hälfte der lokalen Unternehmensinhaber umziehen könnte, um der Abgabe zu entgehen.
Das Gesetz tritt inmitten rechtlicher Unsicherheit und Bedenken hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Auswirkungen in Kraft. Sollte es Bestand haben, wird es Milliarden für staatliche Programme einbringen und gleichzeitig die Steuerregeln für Privatpersonen und Unternehmen verändern. Der Ausgang der Klage könnte entscheiden, ob die Steuer dauerhaft bleibt.






