Wahlintegritäts-Arbeitsgruppe in Texas gerät wegen Intransparenz unter Druck
Finn WolfWahlintegritäts-Arbeitsgruppe in Texas gerät wegen Intransparenz unter Druck
Die von Republikanern geführte Arbeitsgruppe für Wahlintegrität im Tarrant County steht wegen mangelnder Transparenz in der Kritik. Die demokratische Kommissarin Alisa Simmons hatte um eine Unterrichtung gebeten, erhielt jedoch bei der Sitzung der County-Kommission am 9. Juni keine Antwort. Obwohl die Gruppe seit 15 Monaten 82 Beschwerden prüft, wurden bisher keine Anklagen erhoben.
Die Arbeitsgruppe wurde 2023 eingerichtet, um Vorwürfe zu Wahlmanipulationen zu untersuchen, die beim Sheriff-Büro oder der Staatsanwaltschaft eingereicht worden waren. Bis 2024 arbeiteten ein Ermittler des Sheriffs und drei Juristen aus der Staatsanwaltschaft an den Fällen. Seit dem vergangenen Jahr gab es jedoch keine öffentlichen Updates über Fortschritte oder Kosten der Gruppe.
Bei der Sitzung am 9. Juni fehlten sowohl Sheriff Bill Waybourn als auch Bezirksstaatsanwalt Phil Sorrells – sie begründeten ihr Fernbleiben mit zu wenig Vorbereitungszeit. Kommissar Roderick Miles betonte hingegen die Notwendigkeit, die Arbeit der Arbeitsgruppe zu überprüfen, um Bedenken in der Bevölkerung auszuräumen.
Bisher gibt es keine bestätigten Berichte über weitverbreiteten Wählerbetrug im Tarrant County. Auch eine freiwillige Überprüfung der Stichwahl 2024 im 9. Senatsbezirk von Texas ergab keine Unregelmäßigkeiten.
Die Arbeitsgruppe hat zwar 82 Beschwerden entgegengenommen, doch wurden keine Anklagen erhoben. Kommissarin Simmons kritisierte das Fehlen von Rechenschaftspflicht als zentrales Problem. Die ausbleibenden Informationen über Fortschritte oder Ergebnisse lassen Zweifel an der Effektivität der Gruppe bestehen.






