Volkswagen kämpft um Chinas Markt – Aktie stürzt, Elektro-Offensive startet
Finn WolfVolkswagen kämpft um Chinas Markt – Aktie stürzt, Elektro-Offensive startet
Deutsche Autoexporte nach China brechen ein
Die Ausfuhren deutscher Autos nach China sind eingebrochen und beliefen sich 2023 nur noch auf 13,6 Milliarden Euro – weniger als die Hälfte des Werts von 2022. Der Einbruch trifft Volkswagen besonders hart, dessen Aktienkurs seit Januar um 19 Prozent gefallen ist. Trotz dieser Rückschläge treibt der Konzern neue Technologien und Sparmaßnahmen voran, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
In China sieht sich Volkswagen zunehmend dem Druck einheimischer Konkurrenten ausgesetzt. Um gegenzusteuern, kürzt das Unternehmen die Kosten und beschleunigt Pläne, mehr Fahrzeuge vor Ort in Schlüsselmärkten zu produzieren. Gleichzeitig investiert es in zukunftsweisende Mobilitätslösungen.
Erst kürzlich hat der Autokonzern umfangreiche Dauerlauftests für seine neue zonale Fahrzeugarchitektur (SDV) abgeschlossen. Diese Plattform wird die Basis für die nächste Generation elektrischer Volkswagen-Modelle in westlichen Märkten bilden und zentrale Funktionen wie Allradantrieb und Traktionskontrolle steuern. Der kompakte Elektro-SUV Epiq von Škoda wird im Herbst 2026 als erstes Modell auf dieser Technologie auf den Markt kommen.
Beim autonomen Fahren macht Volkswagen Fortschritte, liegt aber hinter der Konkurrenz zurück. Seit der Vorstellung des lenkradlosen Konzeptfahrzeugs Gen.Urban, das derzeit in Wolfsburg getestet wird, setzt das Unternehmen auf seine Softwaretochter Cariad und Partnerschaften wie die mit dem chinesischen Hersteller Xpeng. Die auf XNGP basierenden Systeme sollen 2026 debütieren – doch Tesla und chinesische Unternehmen bleiben bei der Markteinführung und Innovation vorne.
Um die Belegschaft zu stabilisieren, zahlt Volkswagen den Mitarbeitenden im Mai eine einmalige Prämie von 1.250 Euro.
Am Freitag schloss die Volkswagen-Aktie bei 86,04 Euro – ein Zeichen für die Sorgen der Anleger angesichts der aktuellen Entwicklung. Mit Kostensenkungen, lokaler Produktion und neuen Elektroplattformen will der Konzern seine Position festigen. Gleichzeitig zeigen der Ausbau autonomer Technologien und Mitarbeiteranreize, wie sehr sich das Unternehmen in einem rasant wandelnden Markt anpasst.






