Victorias TAFEs 2025: Zwischen Rekordgewinnen und drastischen Einbrüchen bei internationalen Studierenden
Julian HartmannVictorias TAFEs 2025: Zwischen Rekordgewinnen und drastischen Einbrüchen bei internationalen Studierenden
Die technischen und weiterführenden Bildungsanstalten (TAFEs) im Bundesstaat Victoria haben ihre Jahresberichte für 2025 veröffentlicht, die deutliche Unterschiede bei den Einnahmen aus internationalen gebührenpflichtigen Dienstleistungen aufzeigen. Während einige Einrichtungen starke Rückgänge verzeichneten, meldeten andere ein beträchtliches Wachstum. Die Zahlen erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung die Vorschriften für private Bildungsanbieter verschärft.
Die Bundesregierung hatte kürzlich die Bearbeitung neuer CRICOS-Anträge von privaten Anbietern im Berufsbildungsbereich (VET) und für Englischkurse für ausländische Studierende (ELICOS) für zwölf Monate ausgesetzt. Öffentliche Träger, darunter die TAFEs, sind von dieser Regelung ausgenommen.
Zu den Spitzenreitern zählt das Box Hill Institute, das mit einem Anstieg von 76 Prozent auf 7,6 Millionen australische Dollar den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete. Auch das Chisholm Institute legte kräftig zu und steigerte seine Einnahmen um 56 Prozent auf 3,1 Millionen Dollar. Das Melbourne Polytechnic folgte mit einem Plus von 26 Prozent und erreichte 16 Millionen Dollar bei den Einnahmen aus internationalen Studierenden vor Ort.
Das Bendigo Kangan Institute behielt seine Position als umsatzstärkste Einrichtung im Victorian-TAFE-System bei Offshore-Einnahmen bei und erwirtschaftete 8,1 Millionen Dollar. Nicht alle Einrichtungen schnitten jedoch gleich gut ab: Das Gordon Institute of TAFE erlitt den stärksten Rückgang – die Einnahmen aus internationalen Studierenden vor Ort brachen um 48 Prozent ein. Holmesglen verzeichnete ein Minus von 16 Prozent, während das William Angliss Institute einen Rückgang von 17 Prozent meldete.
Die Berichte für 2025 spiegeln gegensätzliche Trends innerhalb der Victorian-TAFEs wider. Einige Einrichtungen konnten ihre internationalen Einnahmen ausbauen, während andere spürbare Einbußen hinnehmen mussten. Die Aussetzung neuer CRICOS-Anträge für private Anbieter durch die Bundesregierung erhöht die Unsicherheit in diesem Sektor zusätzlich.






