12 June 2026, 15:02

Ver.di-Chef Werneke fordert Reformen: "Kein Sozialkahlschlag, sondern Kaufkraft stärken"

Verdi warnt vor sozialen Einschnitten nach Gipfeltreffen

Ver.di-Chef Werneke fordert Reformen: "Kein Sozialkahlschlag, sondern Kaufkraft stärken"

Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat seine Forderungen nach wirtschaftlichen Reformen erneut unterstrichen. Bei einem Treffen mit Vertretern der Koalition und Sozialpartnern diskutierte er zentrale Themen, die Arbeitnehmer und die Wirtschaft betreffen.

Nach dem Gespräch im Kanzleramt bezeichnete Werneke die Diskussionen als konstruktiv. Er betonte, dass die Koalitionsspitzen den Anliegen der Gewerkschaft große Aufmerksamkeit und ehrliches Interesse entgegengebracht hätten.

Werneke hob die Notwendigkeit einer Politik hervor, die die Kaufkraft stärkt, um echtes Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Gleichzeitig warnte er vor Kürzungen im Sozialbereich, die er als „Sozialkahlschlag“ bezeichnete. Der Gewerkschaftschef machte deutlich, dass Ver.di keine „Schattenregierung“ bilde, sich aber weiterhin für die Interessen seiner Mitglieder einsetzen werde – bei gleichzeitiger Dialogbereitschaft.

Er räumte ein, dass zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften unterschiedliche Positionen zu Sozialversicherungen und Arbeitsmarktpolitik bestünden. Werneke erklärte, der nächste Schritt liege nun bei der Koalition, Entscheidungen zu treffen, woraufhin die Gewerkschaft die Ergebnisse bewerten werde.

Ver.di wird nun die Reaktion der Koalition auf die Gespräche abwarten. Wernekes Forderungen zielen darauf ab, die sozialen Sicherungssysteme zu schützen und die wirtschaftlichen Bedingungen für Arbeitnehmer zu verbessern. Der positive Ton des Treffens deutet auf eine fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen den Parteien hin.

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