Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch Müll in Gehegen
Julian HartmannMüll in Tiergehegen: Tiere müssen überwacht werden - Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch Müll in Gehegen
Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo in den frühen Morgenstunden
In den frühen Stunden des Samstagmorgens wurde der Zoologische Garten Karlsruhe Ziel von Vandalen. Unbekannte Eindringlinge drangen in das Gelände ein und warfen Müll in mehrere Tiergehege. Mitarbeiter des Zoos und die Polizei ermitteln nun wegen des Vorfalls und beobachten die betroffenen Tiere auf mögliche Verletzungen oder Stressreaktionen.
Der Einbruch ereignete sich vor Tagesanbruch, als die Täter unbefugt auf das Zoogelände gelangten. Sie verteilten zerrissene Schilder, Plastikflaschen, Einwegbesteck und anderen Abfall in den Wassergehegen der Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Robben und Eisbären. Auch das Affenhaus wurde mit Eiscreme beschmiert, und in einem der Gehege fand sich Holzbesteck.
Die Polizei am Karlsruher Polizeipräsidium hat die Ermittlungen aufgenommen und wertet Überwachungsaufnahmen aus. Unklar ist bisher, wie die Täter auf das Gelände gelangt sind. Die Behörden bitten Zeugen, die in der betreffenden Nacht verdächtige Aktivitäten in der Nähe des Zoos beobachtet haben, sich zu melden. Bisher gibt es keine Hinweise auf die Täter, und die genaue Vorgehensweise beim Eindringen ist noch ungeklärt.
Zoo-Sprecher Timo Deible bezeichnete den Vorfall als "zief erschütternd". Die Mitarbeiter beobachten die Tiere genau, da verschluckter Abfall oder kleine Verletzungen nicht sofort sichtbar sein könnten.
Der Zoo prüft weiterhin die Auswirkungen auf die Tiere, während die Polizei nach den Verantwortlichen fahndet. Neue Erkenntnisse zur Ermittlung liegen bisher nicht vor. Der Vorfall hat bei Mitarbeitern und Besuchern Sorgen um das Wohl der Tiere und die Sicherheit der Anlage ausgelöst.