USA verlangen Social-Media-Daten: Neue Einreisehürden für Touristen und WM-Fans 2026

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Ein Plakat mit Text und einem Bild eines Apfels.

USA verlangen Social-Media-Daten: Neue Einreisehürden für Touristen und WM-Fans 2026

USA verschärfen Einreisebestimmungen: Sozialen Medien im Fokus

Vereinte Staaten verschärfen Einreisevorschriften: Reisende müssen Sozialmedia-Daten der letzten fünf Jahre angeben. Auswirkungen auf Touristen und die WM 2026.

  1. Dezember 2025, 20:24 Uhr

Die USA haben die Einreisebestimmungen für Besucher aus 42 Ländern, die am Visa Waiver Program (Visumfreiheitsprogramm) teilnehmen, deutlich verschärft. Reisende müssen nun weitaus mehr persönliche Daten preisgeben – darunter jahrelange Aktivitäten in sozialen Netzwerken sowie frühere Kontaktdaten. Die Änderungen markieren einen grundlegenden Wandel in der Überprüfung visumfreier Einreisen in die USA.

Die neuen Vorschriften verlangen von Antragstellern die Angabe aller in den letzten fünf Jahren genutzten Accounts in sozialen Netzwerken. Zudem müssen sie Telefonnummern der vergangenen fünf Jahre sowie E-Mail-Adressen des letzten Jahrzehnts angeben. Damit erhalten die US-Behörden tiefere Einblicke in die digitale Vergangenheit von Reisenden.

Die strengeren Regeln sind Teil einer umfassenderen Verschärfung der Einwanderungspolitik, die bereits unter der Präsidentschaft von Donald Trump begann. Obwohl die Maßnahme noch auf rechtliche Herausforderungen stoßen könnte, ist die Hürde für visumfreies Reisen bereits höher gelegt. Besonders bei Vielfliegern – darunter Touristen und Geschäftsreisende – wachsen die Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre.

Die Umsetzung obliegt den Beamten der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) an den Einreisekontrollen, unterstützt durch das Heimatschutzministerium (DHS). Die Anträge werden elektronisch über das ESTA-System der US-Regierung abgewickelt. Für visumrelevante Angelegenheiten sind die US-Botschaften und Konsulate im Ausland zuständig, etwa in Deutschland.

Die Änderungen könnten auch die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 betreffen, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Millionen Fans und Teilnehmer könnten bei der Einreise strengeren Kontrollen unterzogen werden.

Die aktualisierten Bestimmungen verlangen von visumfreien Reisenden mehr persönliche Daten als je zuvor. Die Behörden begründen die Maßnahmen mit gestärkter Sicherheit, doch Kritiker warnen vor Risiken für die Privatsphäre. Vorerst bleiben die Änderungen in Kraft und verändern die Vorbereitungen von Millionen Menschen auf Reisen in die USA.

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