USA verhängen neue Sanktionen gegen chinesische Firmen wegen Iran-Hilfe
Julian HartmannUSA verhängen neue Sanktionen gegen chinesische Firmen wegen Iran-Hilfe
Die USA haben neue Sanktionen gegen chinesische Unternehmen und Einzelpersonen mit Sitz in Hongkong verhängt. Die am Samstag bekannt gegebenen Maßnahmen richten sich gegen ein Netzwerk, dem vorgeworfen wird, Irans militärische Fähigkeiten zu unterstützen. Washington wirft diesen Akteuren vor, kritische Komponenten für Drohnen und ballistische Raketen geliefert zu haben.
Die vom US-Finanzministerium verhängten Sanktionen betreffen zehn Personen und Firmen. Behördenvertreter behaupten, chinesische Unternehmen spielten eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung von Irans militärischen und technologischen Netzwerken. Dazu gehöre die Bereitstellung von Satellitenbildern sowie finanzielle Unterstützung für Teherans Operationen.
Washington erhöht seit einiger Zeit den Druck auf chinesische Unternehmen, die verdächtigt werden, Irans Energie- und Rüstungssektor zu unterstützen. Die jüngsten Sanktionen folgen einer Reihe von US-Bemühungen, Lieferketten zu unterbrechen, die mit Irans militärischer Aufrüstung in Verbindung stehen. Unterdessen weist Peking die Vorwürfe zurück und betont, der Handel mit Teheran sei „normal“ und rechtmäßig.
Die Maßnahme verschärft die bestehenden Spannungen zwischen den USA und China. Beobachter weisen darauf hin, dass Washington zugleich darauf abzielt, Pekings Einfluss angesichts der wachsenden Instabilität in der Straße von Hormus einzudämmen. Die Sanktionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Gespräche zwischen den USA und Iran über ein mögliches Abkommen festgefahren sind.
Die neuen Maßnahmen erweitern die US-Beschränkungen für Akteure, die in Irans Rüstungsprogramme verwickelt sind. Sie unterstreichen zudem die anhaltenden Reibereien zwischen Washington und Peking in Handels- und Sicherheitsfragen. Die Sanktionen dürften die Bemühungen erschweren, die stockenden Verhandlungen mit Teheran wiederzubeleben.






