USA dominieren Krypto-Handel – doch ausländische Börsen bleiben unangefochtene Marktführer
Sebastian VoigtUSA dominieren Krypto-Handel – doch ausländische Börsen bleiben unangefochtene Marktführer
Die USA bleiben eine treibende Kraft im Krypto-Handel: Nutzer steuerten Anfang 2025 ein Transaktionsvolumen von über einer Billion Dollar bei. Dennoch dominieren trotz dieser Aktivität ausländische Börsen wie Binance den globalen Markt und wickeln ein Vielfaches des Volumens im Vergleich zu US-regulierten Plattformen ab.
Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 entfielen auf US-Händler mehr als 2,4 Billionen Dollar im Fiat-zu-Krypto-Handel. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 bewegten sie über eine Billion Dollar in Krypto-Transaktionen. Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle des Landes auf den Märkten für digitale Vermögenswerte.
Doch US-amerikanische Börsen können mit der Größe ihrer ausländischen Konkurrenten nicht mithalten. Coinbase, die größte regulierte Plattform der USA, hielt Ende 2025 weniger als 7 % des globalen Spot-Handelsvolumens. Binance, der größte ausländische Handelsplatz, kontrollierte im selben Zeitraum etwa 38 % des zentralisierten Spotmarkts.
Ausländische Börsen haben sich zudem zu wichtigen Kanälen für sanktionierte Akteure entwickelt. Berichten zufolge nutzen Gruppen aus Russland, dem Iran und Nordkorea diese Plattformen, um Gelder außerhalb der US-Aufsicht zu transferieren. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Regulierungsbehörden bei der Nachverfolgung grenzüberschreitender Krypto-Ströme stehen.
Die öffentliche Unterstützung für strengere Kontrollen wächst. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 52 % der US-Wähler den CLARITY Act befürworten – mit Mehrheiten in beiden großen Parteien. Die Daten zeigen eine klare Diskrepanz: Während US-Händler enorme Krypto-Volumina bewegen, dominieren ausländische Börsen weiterhin den globalen Markt. Da sanktionierte Entitäten diese Plattformen ausnutzen und Gesetzgeber nach schärferen Regeln drängen, bleibt die Kluft zwischen US-Aufsicht und internationaler Aktivität ein zentrales Problem für die Regulierungsbehörden.






