Liberaldemokraten feiern Comeback im schottischen Parlament mit zwölf Sitzen
Finn WolfLiberaldemokraten feiern Comeback im schottischen Parlament mit zwölf Sitzen
Die Scottish Liberal Democrats haben ihr bestes Wahlergebnis seit 2007 erzielt und ihre Zahl der Abgeordneten im schottischen Parlament von vier auf nunmehr zwölf erhöht. Parteichef Alex Cole-Hamilton warnte, dass die kommenden fünf Jahre in Holyrood aufgrund des Erstarkens der Grünen und der Reform UK-Vertreter „turbulent“ werden könnten.
Die Liberaldemokraten errangen wichtige Erfolge, indem sie die SNP in den Wahlkreisen Edinburgh Northern and Leith, Skye, Lochaber and Badenoch sowie Strathkelvin and Bearsden besiegten. Zudem setzten sie sich gegen die bisherige Kinderministerin Maree Todd in Caithness, Sutherland and Ross durch. Allerdings verloren sie ihren seit Langem gehaltenen Sitz in Shetland, wo Hannah Mary Goodlad für die SNP gewann – und damit 72 Jahre ununterbrochene Vertretung durch die Liberaldemokraten beendete.
Trotz Spekulationen über eine engere Zusammenarbeit schlossen die Liberaldemokraten eine formelle Koalition mit der SNP aus. Cole-Hamilton betonte, man werde mit der SNP nur „themenbezogen“ zusammenarbeiten, um eigene politische Vorhaben voranzutreiben. Der SNP-Vorsitzende John Swinney hatte im Wahlkampf noch eine stärkere Kooperation angedeutet.
Cole-Hamilton äußerte zudem Bedenken gegenüber der „gefährlichen Politik“ einiger neu gewählter Abgeordnete und deutete damit auf mögliche Konflikte in der kommenden Legislaturperiode hin.
Obwohl die Liberaldemokraten nun mehr Sitze halten als in den vergangenen Wahlen, bleiben sie hinter ihrem Rekordwert von 16 Mandaten aus dem Jahr 2007 zurück. Ihre Strategie der selektiven Zusammenarbeit mit der SNP wird ihre Rolle in der nächsten Parlamentsperiode prägen. Die Gewinne und Verluste der Partei spiegeln die sich wandelnden politischen Dynamiken in Schottland wider.






