19 June 2026, 04:23

US-Senat plant Gesetz gegen KI-generierte Deepfakes und digitale Fälschungen

Senate Judiciary Committee Bringt NO FAKES Act einen Schritt näher an Verabschiedung

US-Senat plant Gesetz gegen KI-generierte Deepfakes und digitale Fälschungen

Der Justizausschuss des US-Senats hat den NO FAKES Act vorangebracht, ein Gesetzesentwurf, der die Stimmen und das Erscheinungsbild von Personen vor unautorisierten digitalen Nachbildungen schützen soll. Das geplante Gesetz würde ein neues bundesweites geistiges Eigentumsrecht für persönliche Merkmale schaffen, die in KI-generierten Inhalten verwendet werden.

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Der Entwurf, offiziell „Nurture Originals, Foster Art, and Keep Entertainment Safe Act of 2026“ genannt, erhält überparteiliche Unterstützung von Senatoren wie Chris Coons, Marsha Blackburn, Amy Klobuchar und Thom Tillis. Im Repräsentantenhaus befürworten die Abgeordneten Maria Salazar, Madeleine Dean, Nathaniel Moran, Becca Balint und Laurel Lee die Vorlage ebenfalls.

Laut dem Vorschlag erhielten Einzelpersonen das exklusive Recht, die Nutzung ihrer Stimme oder ihres visuellen Erscheinungsbilds in digitalen Kopien oder anderen Produkten und Dienstleistungen zu genehmigen. Dieses Recht wäre zu Lebzeiten des Rechtsinhabers nicht übertragbar, könnte jedoch lizenziert werden. Es würde 70 Jahre über den Tod der Person hinaus gelten.

Online-Dienstanbieter wären verpflichtet, unautorisierte digitale Nachbildungen zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren, sobald sie eine ordnungsgemäße Benachrichtigung erhalten. Der Entwurf enthält jedoch eine „Keine Überwachungspflicht“-Klausel, was bedeutet, dass Anbieter nicht aktiv nach Verstößen suchen müssten. Zudem führt er ein Gegenbenachrichtigungsverfahren ein, um Löschanträge anzufechten, und sieht Ausnahmen für Bibliotheken und Forschungseinrichtungen vor.

Die Recording Industry Association of America (RIAA) unterstützt den Act und verweist auf die öffentliche Besorgnis über KI-gestützte Deepfakes – laut Umfragen machen sich 92 Prozent der Verbraucher Sorgen über dieses Problem.

Der NO FAKES Act geht mit breiter Zustimmung von Gesetzgebern und Branchenvertretern voran. Sollte er verabschiedet werden, würde er klare rechtliche Schutzmechanismen für Stimme und Erscheinungsbild schaffen und gleichzeitig die Verantwortung von Online-Plattformen ausbalancieren. Die Bestimmungen des Entwurfs zielen darauf ab, wachsende Bedenken im Zusammenhang mit KI-generierten Nachbildungen zu adressieren, ohne Plattformen mit übermäßigen Überwachungspflichten zu belasten.

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