26 April 2026, 16:34

US-Nationalparks kämpfen mit Personalmangel trotz Rekordbesuch – und es wird schlimmer

Ein Park mit vielen Bäumen, Menschen, die spazieren gehen, Bänken, trockenen Blättern auf dem Boden, Gebäuden im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

US-Nationalparks kämpfen mit Personalmangel trotz Rekordbesuch – und es wird schlimmer

US-Nationalparks leiden unter massivem Personalmangel – trotz Rekordbesucherzahlen

Die Nationalparks der USA stehen vor ernsten Personalengpässen, während die Besucherzahlen weiterhin hoch bleiben. Seit 2017 hat die Behörde fast ein Viertel ihrer Mitarbeiter verloren, was bereits zu Kürzungen bei zentralen Dienstleistungen geführt hat. Parkverantwortliche und Naturschützer warnen, dass sich die Lage in diesem Sommer weiter verschärfen könnte, wenn nicht schnell gehandelt wird.

Der National Park Service (NPS) hat in den letzten Jahren deutlich an Personal verloren. Seit Amtsantritt der Regierung unter Donald Trump hat die Behörde fast 25 Prozent ihrer Belegschaft eingebüßt. Im Haushaltsentwurf für 2027 sind weitere Kürzungen vorgesehen – fast 3.000 zusätzliche Stellen sollen gestrichen werden.

Die Folgen sind bereits in beliebten Parks spürbar. Im Yosemite-Nationalpark führte die Abschaffung des Reservierungssystems mit Zeitslots während der Frühlingsferien zu chaotischen Zuständen: Familien mussten bis zu zwei Stunden warten, nur um Einlass zu erhalten. Gleichzeitig kämpfen grundlegende Einrichtungen mit den Auswirkungen: In zwei Campingplätzen des Death-Valley-Nationalparks wurde die Wasserversorgung abgestellt, und ein Besucherzentrum am See im North-Cascades-Nationalpark konnte wegen Personalmangels nicht öffnen.

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Auch saisonale Arbeitskräfte, die in den Hauptreisezeiten unverzichtbar sind, fehlen. Innenministerin Deb Haaland hat zwar angekündigt, 5.500 Saisonkräfte für neun statt bisher sechs Monate einzustellen. Doch selbst mit dieser Aufstockung befürchten Ranger, dass weniger Personal im Einsatz zu Verzögerungen bei Rettungseinsätzen für verlorene, dehydrierte oder in Not geratene Wanderer führen könnte.

Jährlich besuchen über 323 Millionen Menschen die US-Nationalparks. Mit weniger Mitarbeitern, die die Menschenmassen steuern und die Infrastruktur aufrechterhalten, zeigt sich die Überlastung immer deutlicher. Die Personalmisere droht, den Betrieb in den ohnehin schon überlasteten Parks während der Sommersaison weiter zu beeinträchtigen. Längere Wartezeiten, eingeschränkte Angebote und langsamere Notfallreaktionen könnten zur Normalität werden. Ohne zusätzliche Mittel oder gezielte Einstellungen wird sich die Situation vor Beginn der Hauptsaison kaum entspannen.

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