18 March 2026, 08:33

US-Justizministerium muss sich im Epstein-Fall vor dem Kongress verantworten

Eine historische Illustration eines Gerichtsakts, die ein Blatt Papier mit Porträts, Vorhängen und Text zeigt, der sich auf den Prozess gegen Lord Baltimore bezieht.

US-Justizministerium muss sich im Epstein-Fall vor dem Kongress verantworten

Das US-Justizministerium wird den Kongress diese Woche über den Umgang mit dem Fall Jeffrey Epstein informieren. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche und Generalstaatsanwältin Pam Bondi werden am Mittwoch hinter verschlossenen Türen vor Abgeordneten sprechen. Die Sitzung findet nach Jahren öffentlicher Kritik an den Handlungen der Behörde statt.

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Epsteins Festnahme im Jahr 2019 führte lediglich zu einer Verurteilung: Ghislaine Maxwell wurde 2021 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu 20 Jahren Haft verurteilt. Andere, darunter Prinz Andrew, standen zwar unter Untersuchung, wurden aber nie offiziell wegen Sexualdelikten angeklagt. Der Prinz wurde im Februar 2026 unter dem Verdacht des Amtsmissbrauchs festgenommen – konkret wegen der Weitergabe geheimer Informationen im Zusammenhang mit Epstein –, doch eine Verurteilung blieb aus.

Blanche hat die Arbeit des Ministeriums in diesem Fall wiederholt verteidigt. Er bestätigte, dass Epsteins Akten Hinweise auf sexuelle Handlungen mit minderjährigen Frauen enthielten. Gleichzeitig betonte er, es gebe keine neuen Beweise, um weitere Personen anzuklagen. Zudem wies er Verschwörungstheorien zurück, die Epstein mit ausländischen Geheimdiensten oder der widerlegten "Pizzagate"-Affäre in Verbindung bringen.

Zu den anhaltenden Fragen um Epsteins Tod in Haft bekräftigte Blanche die Erkenntnisse des FBI. Er rief alle, die relevante Beweise besitzen, zur Zusammenarbeit auf, machte jedoch deutlich, dass das Ministerium den Fall ohne substanzielle neue Informationen nicht wieder aufrollen werde.

Die nicht-öffentliche Anhörung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf das Justizministerium wächst, seine Entscheidungen zu erklären. Mit nur einer Verurteilung und ohne weitere Anklagen in Aussicht bleibt der Fall umstritten. Die Abgeordneten werden voraussichtlich nachhaken, warum so wenige Personen juristische Konsequenzen tragen mussten.

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