US-Investor PGIM setzt auf Reihenhäuser in deutschen Speckgürteln – mit modularer Bauweise und Langzeitmieten
Julian HartmannUS-Investor PGIM setzt auf Reihenhäuser in deutschen Speckgürteln – mit modularer Bauweise und Langzeitmieten
Ein großer US-amerikanischer Investmentkonzern hat Deutschland im Visier – genauer gesagt den Markt für Reihenhäuser. PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Bau und die langfristige Vermietung von Wohnimmobilien in Pendlerregionen nahe großer Städte. Damit wagt sich ein institutioneller Anleger in einen Bereich vor, der in Deutschland bisher kaum von solchen Investoren bedient wurde: den Markt für Einfamilienhäuser.
Das Unternehmen setzt auf den Bau von Reihenhäusern in modularer Bauweise, die in Speckgürteln um deutsche Großstädte entstehen sollen. Die Entwicklungskosten werden auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt.
PGIM beabsichtigt, die Immobilien nicht zu verkaufen, sondern langfristig zu vermieten. Die monatlichen Mietkosten dürften zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen, basierend auf Mietpreisen von 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter.
Dieser Schritt spiegelt tiefgreifende Veränderungen auf dem deutschen Immobilienmarkt wider. Entwickler sind zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen, um Finanzierungen zu sichern. Gleichzeitig steigen große Investoren ein, um einen Teil dieser Verkäufe abzusichern – im Gegenzug verhandeln sie günstigere Einstiegspreise für die Objekte.
Das Engagement von PGIM im Reihenhaussegment unterstreicht das wachsende Interesse institutioneller Anleger an diesem Markt. Durch den Fokus auf langfristige Vermietung will das Unternehmen die Nachfrage in suburbanen Gebieten bedienen. Gleichzeitig könnte der Schritt Entwicklern stabilere Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.






