US-Gericht ebnet Weg für landesweite Schnellabschiebungen unter Trump-Regierung
Finn WolfUS-Gericht ebnet Weg für landesweite Schnellabschiebungen unter Trump-Regierung
Ein US-Bundesberufungsgericht hat die Pläne der Trump-Regierung gebilligt, beschleunigte Abschiebungen auf das gesamte Staatsgebiet auszudehnen. Damit wird ein früheres Urteil eines Bundesrichters aufgehoben, das die Regelung als Verstoß gegen das Recht auf ein faires Verfahren gewertet hatte. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, Abschiebungen landesweit zu beschleunigen.
Ursprünglich galt die Regelung nur für Grenzregionen und neu angekommene Migranten, die nicht nachweisen konnten, länger als zwei Wochen im Land gelebt zu haben. Mit der Ausweitung können nun alle undokumentierten Einwanderer, die keinen zweijährigen Aufenthalt in den USA belegen können, einem beschleunigten Abschiebungsverfahren unterzogen werden.
Ein Gremium aus Berufungsrichtern bestätigte die Regelung; zwei Richter begründeten dies damit, dass ausreichende verfahrensrechtliche Garantien bestünden. Der abweichende Richter argumentierte jedoch, die Regelung verpflichte Einwanderungsbehörden nicht, Migranten nach der Dauer ihres Aufenthalts zu fragen, und verweigere ihnen damit ein faires Verfahren.
Die Regierung hat zudem darauf gedrängt, Einwanderer ohne Kautionsanhörungen in Haft zu halten. Um Abschiebungen zu beschleunigen, stellte die Regierung die bisher größte Gruppe von Einwanderungsrichtern ein. Zudem nutzte sie den Alien Enemies Act von 1798, um hunderte venezolanische Männer, denen Bandenmitgliedschaft vorgeworfen wird, zügig abzuschieben.
Das Urteil ebnet den Weg für das ausgeweitete Schnellverfahren. Die Regelung betrifft nun eine deutlich größere Gruppe undokumentierter Einwanderer. Die Entscheidung stärkt die Möglichkeiten der Regierung, Abschiebungen durch schnellere Verfahren zu erhöhen.






