10 June 2026, 22:30

US-Bischöfe überarbeiten Missbrauchscharta mit neuen Schutzregeln für Kinder

US-Bischöfe prüfen Aktualisierungen der wegweisenden Schutzrichtlinien für Kinder

US-Bischöfe überarbeiten Missbrauchscharta mit neuen Schutzregeln für Kinder

Die katholischen Bischöfe der USA überarbeiten aktuell die Aktualisierungen ihrer Charta zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Die vorgeschlagenen Änderungen wurden am 10. Juni während der Frühjahrsvollversammlung der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) in Orlando vorgestellt. Eine weitere Debatte und eine Abstimmung über die Änderungen sind für den folgenden Tag geplant.

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Der überarbeitete Text der Charta enthält nun ein Glossar mit Fachbegriffen. Zudem wird das Recht eines Beschuldigten auf die Unschuldsvermutung verankert. Weitere Anpassungen ermöglichen elektronische Eignungsbescheinigungen und nehmen Bezug auf den Schutz von Informationen unter dem Beichtgeheimnis.

Die Version von 2023 führt den spezifischen Begriff schutzbedürftige Erwachsene ein und erweitert die Ermittlungen auf Führungskräfte in vom Vatikan anerkannten internationalen katholischen Laienverbänden. Dennoch bleibt die Charta selbst auf den Missbrauch von Minderjährigen durch Kleriker fokussiert; für Fälle mit schutzbedürftigen Erwachsenen wird ein separates Dokument erarbeitet.

Während der Versammlung beantragte Erzbischof Shawn McKnight eine Aussetzung der Abstimmung. Er forderte weitere Beratungen mit den Priesterräten und diözesanen Überprüfungsgremien, bevor ein Beschluss gefasst wird.

Die USCCB wird die Diskussionen am 11. Juni fortsetzen und über die vorgeschlagenen Änderungen der Charta abstimmen. Die Aktualisierungen zielen darauf ab, Verfahren zu präzisieren und den Umfang der Ermittlungen zu erweitern. Die Charta, auch als Dallas-Charta bekannt, bildet seit ihrer Verabschiedung die Grundlage für den Umgang der Kirche mit Fällen von Klerikermissbrauch.

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