US-Bildungsministerium zieht um – und spart Millionen bei Bürokosten
Julian HartmannUS-Bildungsministerium zieht um – und spart Millionen bei Bürokosten
Das US-Bildungsministerium wird im August seinen Hauptsitz verlegen. Der Umzug in die 500 D Street NW verringert die Büroräume der Behörde um fast 80 %. Nach Angaben von Beamten wird die Verlegung zudem die Steuerzahler jährlich Millionen an Betriebskosten sparen.
Die Behörde verwaltet derzeit ein Bundesportfolio für Studienförderung im Wert von knapp 1,7 Billionen US-Dollar. Trotz ihrer Größe steht sie in der Kritik, weil sie die Kreditprogramme nicht effektiv steuert. Etwa jeder vierte Kreditnehmer befindet sich in Verzug.
Das Finanzministerium wird nun eingreifen, um das Bildungsministerium bei der Wiederaufnahme der Rückzahlungen zu unterstützen. Zudem übernimmt es die operative Kontrolle über notleidende Studierendenkredite. Gleichzeitig hat das Energieministerium zugesagt, den Mietvertrag für das alte Lyndon-B.-Johnson-Gebäude zu übernehmen.
Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Prüfungen der Leistungsfähigkeit der Behörde. Zwar soll der Umzug die Effizienz steigern, doch gibt es seit der Gründung des Ministeriums im Jahr 1980 keine aktuellen Daten zur Schuldenquote bei Bundesstudienkrediten.
Durch den Standortwechsel des Hauptsitzes werden jährlich 4,8 Millionen US-Dollar eingespart. Das Engagement des Finanzministeriums deutet auf eine umfassendere Initiative hin, um die langjährigen Probleme bei der Kreditverwaltung anzugehen. Die Änderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, in dem das Bildungsministerium versucht, seine Abläufe angesichts anhaltender Herausforderungen zu stabilisieren.






