Neuseeland: Vertuschte Impfrisiken bei Jugendlichen durch die Regierung?
Finn WolfNeuseeland: Vertuschte Impfrisiken bei Jugendlichen durch die Regierung?
Ein kürzlich veröffentlichtes Kabinettsdokument wirft Fragen auf, wie die neuseeländische Regierung mit Hinweisen zu möglichen Risiken der Covid-19-Impfung für Jugendliche umgegangen ist. Das von Chris Hipkins Ende März 2022 verfasste Papier skizzierte Bedenken hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen Myokarditis und der zweiten Dosis des Pfizer-Impfstoffs bei unter 18-Jährigen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits 92 Prozent der 12- bis 17-Jährigen im Land beide Impfungen erhalten.
Aus dem Dokument geht hervor, dass die Minister im März 2022 über mögliche Myokarditis-Risiken durch die zweifache Pfizer-Impfung bei Kindern informiert wurden. Dr. Andrew Old, stellvertretender Generaldirektor im Gesundheitsministerium, räumte später ein "erhebliches Versäumnis" bei der zeitnahen Weitergabe dieser Informationen an die Regierung und die Öffentlichkeit ein.
Hipkins, inzwischen Vorsitzender der Labour-Partei, bestreitet, die Neuseeländer über sein Wissen zu den Risiken getäuscht zu haben. Er gab an, sich nicht mehr an das Kabinettsdokument zu erinnern, und argumentierte, dessen Existenz habe die früheren Entscheidungen zu Impfpflichten nicht "substanziell verändert". Dennoch gibt es keine öffentlichen Aufzeichnungen darüber, wie die Regierung die Empfehlungen der Technischen Impfberatungskommission nach März 2022 kommuniziert oder dokumentiert hat.
Als die Hinweise die Minister erreichten, hatten die meisten jugendlichen Impfberechtigten ihre Grundimmunisierung bereits abgeschlossen. Die Verzögerung bei der Weitergabe der Informationen zog seitdem Kritik auf sich, auch wenn Beamte betonen, dass frühere Entscheidungen ohne diese spezifischen Leitlinien getroffen wurden.
Die Veröffentlichung des Kabinettsdokuments offenbart Lücken bei der Weitergabe von Risikobewertungen zu Impfstoffen an Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit. Da bis März 2022 der Großteil der Jugendlichen bereits vollständig geimpft war, ist der Zeitpunkt der Hinweise zu einem zentralen Thema in der Debatte über Transparenz geworden. Bisher sind keine weiteren Unterlagen aufgetaucht, die zeigen, wie die Regierung anschließend mit den Empfehlungen verfahren ist.






