Urteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle über Dating-Apps erwartet
Sebastian VoigtUrteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle über Dating-Apps erwartet
Nächste Woche wird im Prozess gegen sechs Angeklagte, die beschuldigt werden, schwule Männer über Dating-Apps gezielt angegriffen zu haben, ein Urteil verkündet. Das Landgericht Frankfurt (Oder) gibt seine Entscheidung am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr bekannt. Der Gruppe werden schwere Raubdelikte vorgeworfen, darunter gewalttätige Übergriffe und homophobe Beleidigungen.
Die sechs Angeklagten – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – sollen laut Anklage gefälschte Profile genutzt haben, um ihre Opfer an abgelegene Orte zu locken. Dort raubten, griffen und beschimpften sie die Männer systematisch. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, ihre Straftaten gezielt dokumentiert zu haben.
Ermittlungen zufolge gibt es keine Hinweise auf ein größeres Netzwerk oder politische Motive hinter den Angriffen. Aufgrund des jungen Alters einiger Angeklagter fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Serie gewaltsamer Raubüberfälle, die über Dating-Plattformen organisiert wurden. Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Beschuldigten entscheiden. Weitere Einzelheiten werden nach der Verhandlung am Dienstag bekannt gegeben.






