28 April 2026, 08:04

Katja Kipping kritisiert Entlastungspaket: "Soziale Ungleichheit wird verschärft"

Plakat mit fetter schwarzer Schrift 'Trickle-Down Economics Works Not' auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

Katja Kipping kritisiert Entlastungspaket: "Soziale Ungleichheit wird verschärft"

Katja Kipping, ehemalige Co-Vorsitzende der Linken, hat das jüngste Entlastungspaket der Bundesregierung scharf kritisiert – es verschärfe die soziale Ungleichheit. Im Gespräch bei Blome und Pfeffer auf ntv monierte sie, dass die aktuellen Maßnahmen Einrichtungen wie Pflegeheime und Kitas im Stich ließen, die dringend Unterstützung bräuchten.

Kipping, heute Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, betonte, die Regierung habe Spielraum, gezielt zu entscheiden, welchen Gruppen Hilfe zukomme. Die Tankrabatt-Aktion bezeichnete sie als unzureichende Lösung, die zudem Steuereinnahmen mindere, die für öffentliche Dienstleistungen dringend benötigt würden. Die Kosten für zwei Monate des Rabatts würden ihrer Berechnung zufolge ausreichen, um ein ganzes Jahr lang bundesweit günstigen oder sogar kostenlosen Nahverkehr zu finanzieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gleichzeitig warnte sie vor den Folgen sozialer Vernachlässigung: Ohne ausreichende Unterstützung drohe ein Erstarken des rechtspopulistischen Lagers. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Debatte über den Umgang der Regierung mit den steigenden Energiepreisen und deren Auswirkungen auf besonders betroffene Bereiche.

Kippings Kritik unterstreicht die anhaltende Diskussion über die Gerechtigkeit wirtschaftspolitischer Entlastungsmaßnahmen. Die Vorwürfe zielen auf Versäumnisse bei der Unterstützung systemrelevanter Einrichtungen und stellen die langfristigen Folgen der aktuellen Politik infrage. Ihre Warnungen spiegeln dabei sowohl Sorgen um finanzpolitische Prioritäten als auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt wider.

Quelle