Union und AfD liegen gleichauf – ist die Kenya-Koalition die Rettung?
Sebastian VoigtSonntagstrend: Union verliert leicht und liegt nun wieder gleichauf mit der AfD - Union und AfD liegen gleichauf – ist die Kenya-Koalition die Rettung?
Umfragen zeigen enge Rennen: Union und AfD gleichauf – "Kenya-Koalition" als wahrscheinlichste Regierungsoption
Die politische Landschaft in Deutschland zeigt sich im Umbruch: Die jüngste Sonntagsfrage des Sunday Trend offenbart ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die christlich-konservative Unionsparteien und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) liegen nun gleichauf bei jeweils 25 Prozent. Gleichzeitig kristallisiert sich eine mögliche "Kenya-Koalition" aus Union, SPD und Grünen mit kombinierten 52 Prozent als vielversprechendste Regierungsoption heraus.
Die Umfrage verdeutlicht deutliche Verschiebungen in der Wählergunst. Die AfD hat seit Anfang 2024 kontinuierlich zugelegt: Von 16 Prozent im April jenes Jahres stieg ihre Unterstützung bis Ende 2024 auf stabile 24 Prozent – ein Wert, der sich laut aktuellen Erhebungen von Forsa und der Forschungsgruppe Wahlen bis Anfang 2026 hält.
Die Union verlor im Vergleich zur Vorwoche leicht einen Prozentpunkt. Die Grünen hingegen legten einen Punkt zu und kommen nun auf 12 Prozent. Die sozialdemokratische SPD bleibt unverändert bei 15 Prozent, die Linke stagniert bei 11 Prozent.
Kleinere Parteien tun sich schwer, Fuß zu fassen: Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als auch die Freien Demokraten (FDP) erreichen jeweils nur 3 Prozent – und verfehlen damit die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament.
Die aktuellen Zahlen spiegeln eine zersplitterte politische Landschaft wider, in der Union und AfD sich nichts schenken. Eine "Kenya-Ampel" aus Union, SPD und Grünen bleibt der plausibelste Weg zu einer regierungsfähigen Mehrheit. Der anhaltende Aufstieg der AfD seit 2024 markiert dabei eine bemerkenswerte Verschiebung der Wählerpräferenzen.