26 March 2026, 00:35

UN-Resolution fordert Reparationen für Sklaverei und Rückgabe kultureller Schätze

Eine handgezeichnete Skizze auf Papier zeigt einen Mann mit einer Schirmmütze und eine Frau in einem gestreiften Kleid, die Seile halten, mit Hintergrundfiguren, einer Leiter und anderen Gegenständen; der Text unten lautet "Die Abschaffung des Sklavenhandels."

UN-Resolution fordert Reparationen für Sklaverei und Rückgabe kultureller Schätze

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die Reparationen für die transatlantische Sklaverei fordert. Bei der Abstimmung unter den 193 Mitgliedstaaten stimmten 123 Länder dafür, drei dagegen, während sich 52 enthielten. Der Beschluss sieht die Rückgabe kultureller Artefakte sowie Gespräche über ausgleichende Gerechtigkeit vor.

Die Resolution verlangt die zügige und bedingungslose Rückführung kultureller Güter in ihre Herkunftsländer. Zudem ruft sie die UN-Mitglieder auf, Verhandlungen über Entschädigungen für das Erbe der Sklaverei aufzunehmen. Zwar ist der Beschluss rechtlich nicht bindend, doch spiegelt er die weltweite Haltung zur historischen Verantwortung wider.

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Der ghanaische Präsident John Dramani Mahama bezeichnete die Resolution als Schutz vor dem Vergessen der Sklavereigeschichte. In den USA wuchs die Unterstützung für Reparationen nach dem Mord an George Floyd im Jahr 2020, obwohl das Land finanzielle Wiedergutmachung für historisches Unrecht ablehnt, das zum damaligen Zeitpunkt nicht gegen internationales Recht verstieß.

Argentinien, Israel und die Vereinigten Staaten stimmten gegen die Resolution. Die USA lehnen zudem eine Hierarchisierung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit ab. Großbritannien und alle 27 EU-Staaten enthielten sich der Stimme.

Konkrete Reparationsmaßnahmen wurden von Ländern wie Großbritannien, Portugal, Frankreich, den Niederlanden oder Spanien bisher nicht umgesetzt. Die Debatte wird in Foren wie dem CELAC-Afrika-Gipfel im März 2026 fortgesetzt, wo sich die CARICOM für Anerkennung, die Rückgabe kulturellen Erbes und den Zugang zu Archiven einsetzt. Die Generalsekretärin der CARICOM, Carla Barnett, drängt auf einen einheitlichen Ansatz zur historischen Wiedergutmachung.

Die Resolution stellt einen symbolischen Schritt dar, um das Erbe der transatlantischen Sklaverei aufzuarbeiten. Sie fordert einen Dialog über ausgleichende Gerechtigkeit und die Rückgabe kulturellen Eigentums. Konkrete Maßnahmen der historisch beteiligten Nationen bleiben jedoch weiterhin Gegenstand internationaler Verhandlungen.

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