Trumps neuer Atom-Deal mit dem Iran sorgt vor dem G7-Gipfel für Streit
Julian HartmannTrumps neuer Atom-Deal mit dem Iran sorgt vor dem G7-Gipfel für Streit
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Vorschlag für eine Vereinbarung zur Lösung des iranischen Atomprogramms vorgelegt. Der Plan wurde auf der Plattform Truth Social veröffentlicht und wird ein zentrales Thema beim anstehenden G7-Gipfel in Frankreich sein.
Trump hatte die USA während seiner Amtszeit 2018 aus dem Atomabkommen von 2015 zurückziehen lassen. Damals begründete er dies damit, dass die ursprüngliche Vereinbarung zu nachgiebig sei, und behauptete, der Iran hätte ohne sein Eingreifen eine Atombombe entwickelt. Nach dem Austritt der USA berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), dass der Iran seine Urananreicherung beschleunigt habe.
Der neue Vorschlag wird als Verbesserung des Abkommens von 2015 dargestellt. Trump betonte, dass dem Iran keine Gelder fließen und das angereicherte Uran entweder vernichtet oder verdünnt werde. Atomwaffenexperten widersprechen jedoch seiner Behauptung, der Austritt aus dem ursprünglichen Abkommen habe Irans nukleare Ambitionen verzögert.
Kritik kommt von mehreren Seiten. Phil Gordon, ein ehemaliger Berater des Weißen Hauses, warf der Regierung vor, den neuen Deal als radikal anders darzustellen, obwohl er Ähnlichkeiten mit dem alten aufweise. Iran-Experten und US-Demokraten äußerten ebenfalls Skepsis gegenüber der Vereinbarung.
Der vorgeschlagene Deal wird von den Staats- und Regierungschefs auf dem G7-Gipfel erörtert werden. Eine erfolgreiche Einigung könnte für Trump einen bedeutenden diplomatischen Erfolg bedeuten. Die Details des Plans und seine möglichen Auswirkungen bleiben jedoch weiterhin Gegenstand intensiver Prüfung durch Fachleute und politische Akteure.






