Trump verhängt 25-Prozent-Strafzoll auf EU-Autos – deutsche Hersteller in Alarmbereitschaft
Charlotte RichterTrump verhängt 25-Prozent-Strafzoll auf EU-Autos – deutsche Hersteller in Alarmbereitschaft
US-Präsident Donald Trump hat einen Strafzoll von 25 Prozent auf Pkw und Lastwagen verhängt, die aus der Europäischen Union importiert werden. Die neue Abgabe tritt bereits nächste Woche in Kraft. Trump wirft der EU vor, ihren handelspolitischen Verpflichtungen nicht nachzukommen. Deutsche Automobilhersteller und EU-Vertreter haben die Maßnahme bereits als schädlich und ungerechtfertigt scharf kritisiert.
Trump beschuldigte deutsche Marken wie Mercedes-Benz und BMW, amerikanische Verbraucher auszunutzen. Er argumentierte, die Zollerhöhung werde die EU dazu drängen, die Produktion in die USA zu verlagern, und bezeichnete dies als notwendigen Schritt, um Handelsungleichgewichte auszugleichen.
Die Europäische Kommission betonte zwar ihre Bereitschaft zu einer stabilen Handelspartnerschaft, warnte jedoch zugleich, dass Gegenmaßnahmen geprüft würden, falls die Zölle tatsächlich eingeführt würden. Ökonomen äußerten umgehend Bedenken hinsichtlich der Folgen für die ohnehin schwächelnde deutsche Wirtschaft.
Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher rief die EU auf, Trumps Forderungen standzuhalten, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Moritz Schularick vom Kiel Institut für Weltwirtschaft verwies auf die besondere Verwundbarkeit der deutschen Automobilbranche. Beide Experten warnten davor, dass anhaltende Handelskonflikte die wirtschaftliche Instabilität verschärfen könnten.
Die Zölle sollen bereits nächste Woche in Kraft treten und lassen deutschen Herstellern sowie EU-Politikern kaum Zeit für eine Reaktion. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die transatlantischen Handelsbeziehungen belasten und die wirtschaftliche Erholung Deutschlands weiter bremsen. Die Europäische Kommission hat mögliche Gegenmaßnahmen bisher nicht konkretisiert.






