Trump-Razzien zerstören Autowäschen in Kalifornien – 370 Festnahmen und traumatisierte Mitarbeiter
Charlotte RichterTrump-Razzien zerstören Autowäschen in Kalifornien – 370 Festnahmen und traumatisierte Mitarbeiter
Razzien der Trump-Regierung legen Autowäschen in Los Angeles und Orange County lahm
Im Rahmen von Großrazzien der Regierung unter Donald Trump wurden in den vergangenen zwölf Monaten rund 100 Autowäschen in den Countys Los Angeles und Orange durchsucht. Dabei wurden über 370 Mitarbeiter festgenommen. Die Aktion hat viele Betriebe mit Personalmangel und finanziellen Problemen zurückgelassen.
In der Harbor Blvd Car Wash in Santa Ana wurden sieben Angestellte, darunter Mario, vom US-Grenzschutz (U.S. Customs and Border Patrol) in Gewahrsam genommen. Mario kam später frei, muss aber seitdem einen elektronischen Fußfessel tragen. Für ihn war die Festnahme die demütigendste Erfahrung seines Lebens.
Einige Autowäschen wurden mehrfach durchsucht – manche sogar drei- oder viermal während der Hochsaison. Ein Mitarbeiter leidet seitdem unter Albträumen und erstarrt, wenn Fahrzeuge mit getönten Scheiben auftauchen – ein Zeichen für das anhaltende Trauma.
Die Razzien hatten auch für die Betriebsinhaber schwere Folgen. Der 79-jährige Autowäschen-Besitzer Rafie Shouhed wurde zu Boden geworfen und verhaftet; er erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Mehmet Aydogan, Inhaber der Westchester Hand Wash, musste Kredite aufnehmen und hat inzwischen rund 100.000 Dollar an Kreditkartenschulden angehäuft. Mindestens sieben Autowäschen in der Region mussten im letzten Jahr wegen der Razzien und des Arbeitskräftemangels schließen.
Die Großrazzien führten zu massenhaften Fehlzeiten und Produktionsverzögerungen in verschiedenen Branchen. Die Betriebe kämpfen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, während die Mitarbeiter weiter mit den Folgen zu kämpfen haben. Die langfristigen Auswirkungen auf die lokalen Autowäschen und ihre Angestellten bleiben ungewiss.






