Trillanes reicht dritte Verleumdungsklage gegen Ex-Leibwächter und Senatoren ein
Sebastian VoigtTrillanes reicht dritte Verleumdungsklage gegen Ex-Leibwächter und Senatoren ein
Der ehemalige Senator Antonio Trillanes IV hat beim Justizministerium eine dritte Verleumdungsklage eingereicht. Die Anklage richtet sich gegen 18 ehemalige Leibwächter des flüchtigen Abgeordneten Zaldy Co sowie gegen die Senatoren Allan Peter Cayetano und Rodante Marcoleta. Der Vorwurf steht im Zusammenhang mit Vorwürfen über Geldtransporte, die mit fragwürdigen Hochwasserschutzprojekten in Verbindung gebracht werden.
Die Klage geht auf eine Sitzung vom 4. Juni 2016 zurück, die von der Cayetano-Fraktion einberufen worden war. An diesem Tag waren offiziell keine Senatsgeschäfte angesetzt, dennoch fand die Sitzung statt. Die ehemaligen Leibwächter behaupteten, sie hätten Gelder bewegt, die mit undurchsichtigen Hochwasserschutzvorhaben verknüpft gewesen seien – ein Teil davon sei angeblich an Trillanes ausgeliefert worden.
Trillanes wies die Vorwürfe entschlossen zurück. Er erklärte, er habe seit 2017 öffentlich die Drogenbekämpfungspolitik der Duterte-Regierung kritisiert. In seiner Klageschrift wirft er den 18 Leibwächtern und den beiden Senatoren vor, gemeinsam daran gearbeitet zu haben, politische Gegner der Familie Duterte zu diffamieren.
Die Verleumdungsklage wurde am Donnerstag offiziell beim Justizministerium eingereicht. Sie stellt den jüngsten juristischen Schritt Trillanes’ gegen Personen dar, von denen er annimmt, dass sie Kritiker der früheren Regierung ins Visier nehmen. Nun liegt der Fall in den Händen der Staatsanwaltschaft, die über das weitere Vorgehen entscheiden wird.
