Treibstoffknappheit zwingt Lufthansa zu massiven Flugstreichungen in Europa
Sebastian VoigtTreibstoffknappheit zwingt Lufthansa zu massiven Flugstreichungen in Europa
Europas Luftfahrtbranche kämpft mit Treibstoffknappheit durch unterbrochene Lieferungen durch die Straße von Hormus
Die Krise hat die Lufthansa bereits gezwungen, Tausende Flüge zu streichen. Bis Ende Mai sind weitere Kürzungen in ganz Europa zu erwarten.
Die Sperrung der Straße von Hormus hat wichtige Öl- und Gaslieferungen nach Europa zum Erliegen gebracht. In der Folge haben sich die Preise für Flugtreibstoff verdoppelt, was die Airlines unter Druck setzt. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die verbleibenden Reserven Europas nur noch sechs Wochen reichen werden.
Lufthansa hat reagiert und zwischen Mai und Oktober 20.000 Flüge gestrichen. Betroffen sind vor allem weniger rentable Strecken ab München und Frankfurt. Durch diese Maßnahme sollen etwa 40.000 Tonnen Treibstoff eingespart werden.
Auch die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) zeigt sich besorgt. Ihr Generaldirektor Willie Walsh warnte, dass weitere europäische Airlines ab Ende Mai Flüge streichen müssten, sollte sich die Treibstoffknappheit verschärfen. Lufthansa plant, den angepassten Sommerflugplan Anfang Mai zu veröffentlichen.
Die Treibstoffkrise zwingt die Fluggesellschaften, ihren Betrieb einzuschränken und Flugpläne anzupassen. Da die Reserven zur Neige gehen, könnten weitere Streichungen folgen, wenn sich die Versorgungslage nicht entspannt. Die Situation unterstreicht Europas Abhängigkeit von Importen über kritische Handelsrouten wie die Straße von Hormus.






