Traditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Umsätze und hoher Kosten
Sebastian VoigtTraditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Umsätze und hoher Kosten
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Eigenverwaltungsverfahren nach der Insolvenzordnung beantragt. Als Gründe nannte die traditionsreiche Brauerei anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Das Unternehmen kündigte an, seine Geschäftsabläufe umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten.
Der Betrieb wird unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortgeführt. Rechtliche und finanzielle Berater begleiten den Prozess. Den Mitarbeiter:innen wurde in einer Betriebsversammlung zugesichert, dass alle Löhne und Gehälter weiterhin garantiert bleiben.
Ziel der Restrukturierung ist es, sich stärker auf den regionalen Markt zu konzentrieren und den Wandel vom traditionellen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller zu vollziehen. Der Bierabsatz in Deutschland war 2025 um sechs Prozent zurückgegangen, was den Druck auf Wolters zusätzlich erhöhte.
Rechtsanwalt Kimon Kantis betonte, dass die Eigenverwaltung der Brauerei ermöglicht, die Branchenherausforderungen nachhaltig anzugehen. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Torsten Gutmann bestellt. Der Wirtschaftsprüfer Hendrik Mysegades unterstrich das Ziel einer strategischen Neuaufstellung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des vollen Geschäftsbetriebs.
Die Produktion läuft ohne Unterbrechung weiter. Der Restrukturierungsprozess soll die Zukunft des Unternehmens in einem sich wandelnden Markt sichern. Sämtliche Mitarbeitergehälter bleiben während dieser Phase geschützt.






