Papst entschuldigt sich für Rolle der Kirche bei US-Sklaverei zu Juneteenth
Finn WolfPapst entschuldigt sich für Rolle der Kirche bei US-Sklaverei zu Juneteenth
Papst Leo XIV. hat eine offizielle Entschuldigung für die Beteiligung der katholischen Kirche an der Sklaverei und die Behandlung versklavter Menschen in den Vereinigten Staaten ausgesprochen. Diese Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Juneteenth – der jährlich am 19. Juni begangene Feiertag – die anhaltenden Folgen der Sklaverei in Amerika ins öffentliche Bewusstsein rückt.
Juneteenth erinnert an den Tag im Jahr 1865, an dem versklavte Schwarze in Galveston, Texas, endlich von der Emanzipationsproklamation erfuhren. Präsident Lincoln hatte die Verordnung bereits 1863 erlassen, und der 13. Verfassungszusatz schaffte die Sklaverei später in demselben Jahr landesweit ab.
Der Tag gilt heute als zweiter Unabhängigkeitstag der Nation. Er ist zugleich ein Fest der Freiheit und eine Mahnung daran, dass die Versprechen auf Gleichheit aus der Unabhängigkeitserklärung erst 89 Jahre später bei den afroamerikanischen Bürgern ankamen.
Das Erzbistum Washington bezeichnete Juneteenth als einen heiligen Moment, um die gemeinsame Menschlichkeit zu bekräftigen. Es ruft zu anhaltenden Bemühungen um wahre Freiheit und Einheit auf. Die US-Bischofskonferenz verweist zudem auf ihren pastoralen Hirtenbrief von 2018, „Öffnet weit unsere Herzen: Der bleibende Aufruf zur Liebe“ (Open Wide Our Hearts: The Enduring Call to Love), der als Leitfaden für die Auseinandersetzung mit Rassismus und dessen Erbe dient.
Juneteenth fordert Einzelne, die Gesellschaft und die Kirche gleichermaßen auf, ihr Engagement für Menschenwürde und rassische Gerechtigkeit zu erneuern. Der Feiertag lädt zur Reflexion über die Vergangenheit ein und treibt gleichzeitig die Entwicklung hin zu einer gerechteren Zukunft voran.






