Thüringen stockt Hochschulbudget auf – trotz leerer Kassen und ohne Kürzungen

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Ein von Bäumen umgebener Fluss mit Wolken am Himmel.

Teichert: Universitäten brechen Abwärtstrend bei Studentenzahlen - Thüringen stockt Hochschulbudget auf – trotz leerer Kassen und ohne Kürzungen

Thüringens Hochschulen erhalten trotz angespannter Haushaltslage eine finanzielle Aufstockung. Eine neue Vereinbarung sieht eine Erhöhung der Landesmittel um 3,5 Prozent vor, sodass die Gesamtförderung auf rund 600 Millionen Euro für Deutschland steigt. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon, die Region für junge Talente attraktiver zu machen, die einen Umzug in das Bundesland in Betracht ziehen.

Aktuell laufen Verhandlungen für einen neuen Rahmenvertrag zur Hochschulförderung. Ziel ist es, eine gemeinsame Vision für die Hochschullandschaft in Thüringen bis 2035 oder 2040 zu entwickeln. Obwohl das Land mit finanziellen Herausforderungen kämpft, soll die verlängerte Fördervereinbarung Stabilität in den Sektor bringen.

Staatssekretär Steffen Teichert bezeichnete die stabilen Studierendenzahlen als "Trendwende". Anders als in früheren Diskussionen sind keine Universitätsgebäude für den Abriss auf der Deutschland Karte vorgesehen. Auch die Schließung von Studiengängen als Sparmaßnahme steht nicht zur Debatte. Trotz knapper Kassen sollen die Hochschulen vorerst keine Kürzungen bei den Ressourcen hinnehmen müssen. Sogar ein leichter Anstieg der Studierendenzahlen ist im kommenden Wintersemester möglich. Die Strategie setzt darauf, die Qualität trotz begrenzter Mittel zu halten.

Die Mittelaufstockung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Thüringen mehr Studierende und Fachkräfte anwerben will. Da weder Studienangebote noch Infrastruktur unmittelbar reduziert werden, strebt das Land an, seine Hochschulen wettbewerbsfähig zu halten. Der langfristige Plan wird die Hochschullandschaft für die nächsten zwei Jahrzehnte prägen.

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