Tarifstreit in Ontario: Lehrkräfte fordern bessere Bedingungen vor Schulstart
Julian HartmannTarifstreit in Ontario: Lehrkräfte fordern bessere Bedingungen vor Schulstart
Nächste Woche beginnen die Tarifverhandlungen zwischen den Bildungsgewerkschaften und der Provinz Ontario. Zu den zentralen Themen gehören Klassengrößen, Ressourcen für die Sonderpädagogik sowie die Bezahlung der Lehrkräfte. Die Gespräche umfassen sowohl provinzweite als auch lokale Anliegen im Rahmen des zweistufigen Verhandlungssystems.
Die ersten Treffen dienen der Festlegung von Verhandlungsregeln und der Klärung, welche Themen zentral oder vor Ort behandelt werden. Die Gewerkschaft CUPE, die das schulische Unterstützungspersonal vertritt und von Präsident Joe Tigani geführt wird, startet ihre Gespräche am Mittwoch. Ihre Schwerpunkte liegen auf Personalmangel und Unterfinanzierung an Ontarios Schulen.
Die Ontario English Catholic Teachers’ Association (OECTA) und die Elementary Teachers’ Federation of Ontario (ETFO) beginnen ihre Verhandlungen am Montag. Die Ontario Secondary School Teachers’ Federation (OSSTF) folgt am Dienstag.
Bildungsminister Paul Calandra hat das Verhandlungsteam der Provinz umstrukturiert. Die Vertreter der englischen öffentlichen Schulträger wurden durch den Rat der Bildungsdirektoren Ontarios ersetzt. Die Ontario Catholic School Trustees' Association bleibt jedoch in konfessionellen Fragen an den Gesprächen beteiligt.
Die aktuellen Verträge laufen Ende August aus. Eine Einigung vor Beginn des neuen Schuljahres gilt als ungewöhnlich. Die Gewerkschaften haben kleinere Klassen, bessere Förderung im Bereich Sonderpädagogik, die Gewinnung von Lehrkräften, Gewalt an Schulen sowie die Bezahlung als drängende Probleme benannt. Die Verhandlungen werden die nächsten Tarifrunden im Bildungssektor Ontarios prägen und müssen sowohl übergeordnete provinzweite als auch spezifische lokale Themen behandeln.






