Südbadens Stromnetz stöhnt: Wie die Region die Energiewende beschleunigen will
Charlotte RichterSüdbadens Stromnetz stöhnt: Wie die Region die Energiewende beschleunigen will
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich, um über den Ausbau des Stromnetzes in der Südbadischen Oberrheinregion zu beraten. Die vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisierte Veranstaltung konzentrierte sich auf die zunehmende Belastung des Netzes durch den steigenden Strombedarf und den Ausbau erneuerbarer Energien.
Der Regionale Planungsverband Freiburg will die Abstimmung zwischen den Beteiligten verbessern und Genehmigungsverfahren für den Netzausbau beschleunigen. Im Mittelpunkt standen Themen wie neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Speicherkapazitäten und Verbrauch.
Die Teilnehmer wiesen auf anhaltende Herausforderungen hin, etwa begrenzte Netzkapazitäten, die den Anschluss neuer Wind- und Solarparks behindern. Auch Unternehmen leiden unter Verzögerungen wegen unzureichender Netzanschlüsse. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Großspeichern wie Batterieanlagen, deren Auswirkungen auf das Stromnetz die Netzbetreiber analysieren. Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbands, unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller Akteure, um die Energiewende reibungslos zu gestalten.
Bei dem Treffen ging es um zentrale Fragen der regionalen Energieinfrastruktur. Schnellere Genehmigungsverfahren und bessere Koordination sollen helfen, Engpässe im Netz zu verringern. Viele Kommunen prüfen bereits Anträge für Batteriespeicher, um den künftigen Energiebedarf zu decken.
