13 June 2026, 23:01

Südafrikas Schattenkrieg: Wie Zama-Zamas und Korruption das Land destabilisieren

Massenerschießungen in Südafrikas ärmsten Gebieten sind ein Symptom organisierter Kriminalität und polizeilicher Versagen

Südafrikas Schattenkrieg: Wie Zama-Zamas und Korruption das Land destabilisieren

Südafrika steht vor einer wachsenden Krise durch gewalttätige Kriminalität und Korruption. Illegale Bergbau-Banden, bekannt als Zama-Zamas, kosten den Staat jährlich über 3 Milliarden Dollar. Aktuelle Massenerschießungen und polizeiliche Korruption haben die Sorgen um die öffentliche Sicherheit weiter verschärft.

In Johannesburg starben bei einer Massenerschießung zwölf Menschen, mindestens 15 wurden verletzt. Nach dem Angriff gab es bisher keine Festnahmen. Solche Vorfälle ereignen sich häufig in armen Vierteln, wo Banden schwache Sicherheitsvorkehrungen und langsame Polizeireaktionen ausnutzen.

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Die illegalen Bergbau-Banden, auch Zama-Zamas genannt, agieren in und um Johannesburg. Sie führen brutale Revierkämpfe, um die Kontrolle über verarmte Gemeinden zu behalten. Anfang dieses Jahres entsandte der Präsident das Militär, um im Kampf gegen die organisierte Kriminalität zu unterstützen.

Korruption innerhalb der Polizei hat das Vertrauen der Bevölkerung stark erschüttert. Mehr als ein Dutzend hochrangige Beamte wurden wegen mutmaßlicher Verstrickung mit kriminellen Syndikaten festgenommen. Mit schätzungsweise 2 bis 3 Millionen illegalen Schusswaffen im Umlauf sind Feuerwaffen weiterhin die häufigste Todesursache bei Morddelikten im Land.

Durch illegalen Bergbau gehen dem Staat jährlich Milliarden verloren. Bürger in Hochrisikogebieten zögern oft, mit den Behörden zusammenzuarbeiten – aus Angst vor Korruption und Misstrauen. Unterbesetzte und diskreditierte Polizeikräfte kämpfen vergeblich gegen die eskalierende Gewalt.

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