Streit um illegale Marktgebühren: Cebu City prüft Vorwürfe gegen Händlerverbände
Sebastian VoigtStreit um illegale Marktgebühren: Cebu City prüft Vorwürfe gegen Händlerverbände
Der Stadtrat von Cebu City untersuchte in einer nicht öffentlichen Sitzung am 23. Juni 2026 Vorwürfe wegen unerlaubter Gebührenerhebungen am Carbon Public Market. Bürgermeister Nestor Archival äußerte Bedenken, dass private Vereinigungen von Händlern täglich Gebühren von bis zu 420 Philippinische Peso (P) einforderten. Die Ermittlungen folgten seiner Schätzung, dass rund 2.000 Mitglieder monatlich bis zu 18 Millionen Peso an diese Gruppen zahlen könnten.
Der Streit begann, als Archival privaten Vereinigungen vorwarf, Händlern am Markt zwingende Abgaben aufzuerlegen. Er erklärte, einige Händler würden täglich zwischen 300 und 420 Peso an diese Organisationen zahlen. Daraufhin wies die Cebu Coalition of the United Vendors Association (CCUVA) alle Vorwürfe zurück und betonte, die Anschuldigungen seien haltlos.
CCUVA-Präsidentin Maria Pino präzisierte, dass die Mitgliedschaft in Händlerverbänden keine gesetzliche Voraussetzung für den Betrieb am Carbon Public Market sei. Händler müssten lediglich die offiziellen staatlichen Gebühren entrichten, darunter Standmieten, die Arkabala-Steuer, Eintrittsgebühren, allgemeine Marktgebühren und Barangay-Abgaben. Optionale private Dienstleistungen wie Zeltverleih, Stromanschlüsse oder hölzerne Tische stünden zur Verfügung, seien aber nicht verpflichtend.
Der Verband argumentierte, Archivals finanzielle Schätzung habe fälschlicherweise separate Gebühren verschiedener Stellen zusammengefasst. Die CCUVA bekräftigte zudem ihr Engagement für Transparenz und korrekte Buchführung, um sicherzustellen, dass alle Markttransaktionen einwandfrei bleiben.
Ziel der Ratssitzung war es, die Rechtmäßigkeit der Erhebungen zu prüfen. Nun werden die Behörden überprüfen, ob die Gebühren mit den geltenden Vorschriften vereinbar sind. Das Ergebnis könnte künftig Auswirkungen darauf haben, wie private Vereinigungen innerhalb des Marktes agieren dürfen.
