Streit um Hitzeschutz: Kommunen fordern mehr Geld vom Bund trotz 100-Milliarden-Fonds
Julian HartmannStreit um Hitzeschutz: Kommunen fordern mehr Geld vom Bund trotz 100-Milliarden-Fonds
Der Deutsche Landkreistag widerspricht den Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider zur finanziellen Unterstützung des kommunalen Hitzeschutzes. Achim Brötel, Präsident des Verbandes, betonte, dass die aktuellen Fördermittel bei Weitem nicht ausreichten, um nachhaltige Lösungen zu gewährleisten.
Schneider hatte kürzlich erklärt, der 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für Klimafolgenanpassung sei ausreichend, um den Hitzeschutz in den Kommunen zu sichern. Er bezeichnete den Fonds als zentrale Säule zur Bewältigung der Herausforderung.
Brötel konterte, die Mittel seien „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“. Er machte deutlich, dass sie keine dauerhafte kommunale Finanzierung ersetzen könnten. Nach seinen Worten seien langfristige und verlässliche Finanzquellen unerlässlich, um strategische und flächendeckende Hitzevorsorge umzusetzen.
Viele Städte und Gemeinden handeln bereits: Sie erarbeiten Aktionspläne, beraten Einrichtungen und setzen Anpassungsstrategien um. Brötel ergänzte, dass für eine nachhaltige Wirkung stabile Personalausstattung und Planungssicherheit entscheidend seien.
Streitpunkt bleibt, ob die bestehenden Bundesmittel ausreichen, um den kommunalen Hitzeschutz zu stärken. Brötel pocht auf langfristige und verlässliche Finanzierung, um wirksame und dauerhafte Maßnahmen zu ermöglichen. Vor Ort laufen die Projekte weiter – während die Kommunen auf bessere finanzielle Unterstützung drängen.
